Die Krankenhäuser sind voll, die Behörden ziehen die Notbremse.
Hepatitis-Welle in ItalienUrlauber-Schock in Neapel – Warnung vor Delikatesse

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Rund um Neapel gibt es einen Hepatitis-Ausbruch. (Symbolbild)
Schlechte Nachrichten aus Süditalien, einer Gegend, die bei Touristen hoch im Kurs steht. Rund um Neapel verbreitet sich eine Welle von Hepatitis A. Offizielle Stellen zählen schon Dutzende Erkrankte, und es werden immer mehr. Als Reaktion darauf wurde ein sofortiges Verkaufsverbot für rohe Meeresfrüchte erlassen. Das gilt für alle Restaurants und Imbissbuden.
Wer sich widersetzt, muss tief in die Tasche greifen: Strafen bis zu 20.000 Euro sind möglich. Ein eindringlicher Appell geht auch an die Bürger, keine rohen oder nur leicht gekochten Schalentiere mehr zu essen. Woher genau die Infektionen kommen, wird noch untersucht, aber es gibt eine heiße Spur.
Neapels Kliniken schlagen Alarm
Die Situation in den Krankenhäusern wird immer kritischer. Italienische Zeitungen melden, dass die Infektionsabteilung im Cotugno-Krankenhaus in Neapel komplett voll ist – sogar Betten aus der Notaufnahme müssen jetzt herhalten. Im Colli-Krankenhaus liegen aktuell rund 70 Erkrankte, weitere acht werden in der Notaufnahme versorgt.
Offiziell hat die Stadt Neapel zwischen Januar und März 2026 bereits 65 Hepatitis-A-Fälle gezählt, 43 davon allein im März. Andere Quellen sprechen von noch dramatischeren Zahlen: bis zu 150 Ansteckungen in der gesamten Region Kampanien, davon 84 in Neapel. Die Welle schwappt bereits über, denn auch aus der Provinz Latina, südöstlich von Rom, werden 24 Infektionen gemeldet.
Ist eine Delikatesse der Auslöser?
Der Hauptverdacht richtet sich gegen Muschelfarmen in der Gegend. Man geht davon aus, dass Fäkalwasser in die Zuchtbecken geflossen ist. Dieser Verdacht wird von vielen Patienten gestützt, die von einem entsprechenden Verzehr berichten.
Bei Hepatitis A handelt es sich um eine Leberentzündung, die von Viren ausgelöst wird. Die Ansteckung passiert meistens über verseuchte Nahrung, verunreinigtes Wasser oder schlechte Hygiene. Zu den typischen Anzeichen gehören Abgeschlagenheit, Übelkeit, Magenschmerzen, erhöhte Temperatur und gelegentlich eine Gelbsucht von Haut und Augen.
Normalerweise klingt Hepatitis A von alleine wieder ab, der Verlauf kann aber sehr unangenehm und in seltenen Fällen sogar ernst sein. Eine wirksame Impfung zum Schutz vor der Infektion ist verfügbar. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

