Grausame Tat an Mädchen (7): Der Täter filmte womöglich den Missbrauch. Eine Spur führt die Ermittler nach Köln.
Grausame Tat an Mädchen (7)Polizei jagt Unbekannten – führt Spur nach Köln?

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Das Bild zeigt eine Übersichtsaufnahme der Örtlichkeit der Geburtstagsfeier.
Ein Mann missbrauchte ein kleines Mädchen und nahm es womöglich auf. Eine Belohnung von 7.500 Euro ist ausgesetzt. Die Ermittler haben einen schrecklichen Verdacht.
Ein schrecklicher Fall von sexuellem Missbrauch an einem siebenjährigen Kind beschäftigt die Ermittler. Nun wenden sich die Staatsanwaltschaft Koblenz und die Polizei Mayen an die Öffentlichkeit. Der Grund: Eine Spur des Verdächtigen könnte direkt in die Kölner Region und nach Frechen weisen. Für Hinweise, die zur Ergreifung führen, wurde eine Prämie von 7.500 Euro ausgelobt.
Der Albtraum begann am 21. Juni 2025 in Rheinland-Pfalz. Das Mädchen feierte auf einem Sportplatz in Oberdürenbach einen Geburtstag, so die Polizei.
Als es sich gegen 17.30 Uhr kurz vom Fest entfernte, wurde es auf einem angrenzenden Feldweg von dem noch nicht identifizierten Mann angesprochen. Er soll das Kind überredet haben, mit ihm zu einem Pferdeschuppen in der Nähe zu gehen.
So wird der Verdächtige beschrieben
„Dort zwang er das Kind, sexuelle Handlungen zu dulden, und bedrohte es, um seine Forderungen durchzusetzen“, steht im Fahndungsaufruf der Behörden. Im Anschluss an die Tat sei der Mann in eine nicht bekannte Richtung geflohen. Die Ermittler hegen den furchtbaren Verdacht, dass der Täter den Missbrauch gefilmt haben könnte.
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat die Beschreibung des Mädchens veröffentlicht. Demnach ist der Mann zwischen 30 und 35 Jahre alt und 170 bis 180 Zentimeter groß. Er soll eine gewöhnliche Statur, dunkles Haar und einen Oberlippenbart haben. Seine Kleidung bestand aus einem schwarzen T-Shirt und einer kurzen, ebenfalls schwarzen Hose. Er sprach akzentfreies Deutsch.
Verdächtiger Jogger plauderte über Köln und Frechen
Hier führt die Spur auch nach Köln: Laut BKA bemerkten mehrere Zeugen zur Tatzeit in der Nähe einen Mann, der joggte oder wanderte und auf den die Beschreibung zutrifft. Dieser Mann erzählte im Gespräch, dass er aus Köln oder Frechen stamme.
Er gab zudem an, gelernter Kfz-Mechatroniker zu sein, sich für Motorsport zu begeistern und früher eine Partnerin in Ahrweiler gehabt zu haben.

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Das Luftbild zeigt eine Nahaufnahme des Kartenausschnitts vom Tatort.
Diese Zeugen konnten sich an weitere Details erinnern. Der Mann habe ein gepflegtes Äußeres gehabt, Hochdeutsch gesprochen und eine äußerst sportliche Statur besessen. Seine Kleidung: ein enges Sport-Shirt mit einem weißen Nike-Logo, eine umgedreht getragene Baseballkappe und eine dunkle Gürteltasche. Außerdem trug er einen Rucksack mit zwei Trinkschläuchen, die über seine Schultern reichten.
Polizei bittet dringend um Hinweise aus der Region
Ein wichtiger Umstand, so das BKA, war das zeitgleich stattfindende 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Die Ermittler hoffen daher auf Zeugen und stellen konkrete Fragen: Wer hat etwas beobachtet? Sind jemandem Autos mit auswärtigen Nummernschildern auf den Parkplätzen in der Umgebung aufgefallen? Wer kann Bilder der Landschaft vom Tattag liefern? Dabei ist jede Information willkommen, nicht nur Beobachtungen, die verdächtig erschienen.
Die wichtigste Frage richtet sich aber gezielt an die Menschen im Raum Köln/Frechen und den angrenzenden Kreisen: Erkennen Sie einen Mann, auf den die Beschreibung des Wanderers oder Joggers passt?
Informationen können an die Kriminalinspektion Mayen unter der Telefonnummer 02651/8010 oder über die Webseite des BKA unter www.bka.de/oeffentlichkeitsfahndung97 gemeldet werden. (red)
