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„Gerechtigkeit für Lorenz“Hunderte demonstrieren nach tödlichen Polizeischüssen

Kundgebung nach tödlichen Polizeischüssen

Copyright: Izabela Mittwollen/dpa

Die Demonstration fand fast auf den Tag genau ein Jahr nach den tödlichen Polizeischüssen.

Ein Jahr nach tödlichen Schüssen: Hunderte gedenken Lorenz (†21) in Oldenburg.

Etwa ein Jahr, nachdem der 21-jährige Lorenz durch Polizeikugeln sein Leben verlor, haben Hunderte von Leuten in Oldenburg gegen Polizeigewalt protestiert. Sie gedachten des jungen Mannes, der in der Nacht zum 20. April 2025 in der Innenstadt getötet wurde. Der gewaltsame Tod des Schwarzen hatte überregional für Bestürzung und große Anteilnahme gesorgt.

Unter dem Motto «Ein Jahr ohne Lorenz» kamen auf dem Pferdemarkt laut Polizeiangaben etwa 700 Personen zusammen, wie die dpa berichtet. Die Organisatoren von der Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» hatten im Vorfeld mit einer weitaus größeren Beteiligung von circa 5.000 Demonstrierenden gerechnet.

Auf Transparenten und Schildern der Teilnehmenden standen Forderungen wie «Gerechtigkeit für Lorenz» und «Gerechte Aufklärung jetzt!». Die Gruppe «Gerechtigkeit für Lorenz» sowie weitere Aktivisten äußern die Sorge, dass die fatalen Schüsse auf den Schwarzen rassistisch motiviert gewesen sein könnten.

Das fordern die Demonstrierenden

«Mit der Demonstration wollen wir unsere Solidarität mit den Angehörigen von Lorenz ausdrücken und ein würdevolles und kraftvolles Zeichen in Gedenken an Lorenz setzen», erklärte die Initiative. Man wolle zugleich verdeutlichen, dass der Tod von Lorenz nach ihrer Einschätzung kein isoliertes Ereignis sei. Aus diesem Grund nahmen an der Versammlung auch andere Gruppen teil, die an Menschen erinnerten, die ebenfalls durch Polizeigewalt gestorben sind.

Kundgebung nach tödlichen Polizeischüssen

Copyright: Izabela Mittwollen/dpa

Demonstranten forderten bei der Kundgebung Gerechtigkeit und Aufklärung.

«Wir fordern einen strukturellen Wandel», so die Initiative weiter. Dies umfasse unabhängige Untersuchungsbehörden auf Bundes- sowie Landesebene, die eine komplette Trennung von Polizei und Staatsanwaltschaft aufweisen. Zudem werden von der Zivilgesellschaft getragene Kommissionen für jeden Fall eines tödlichen Polizeieinsatzes verlangt. Die Initiative plädiert darüber hinaus für eine deutschlandweit geltende Pflicht zur Nutzung von Bodycams und für verbindliche, rassismuskritische Schulungen in der Polizeiausbildung.

Von hinten erschossen: Anklage wegen fahrlässiger Tötung

Der 21 Jahre alte Lorenz wurde in der Nacht zu Ostersonntag 2025 getötet. Die Projektile trafen den jungen Deutschen von hinten am Oberkörper, an der Hüfte und am Kopf. Der deutsche Polizist, der die Schüsse abgab, ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er soll laut den Ermittlungen fälschlicherweise angenommen haben, in einer Notwehrsituation zu handeln. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft beabsichtigte der 21-Jährige im Moment der Schussabgabe zu entkommen, um einer Festsetzung zu entgehen. Die Angehörigen und Freunde des Opfers fordern stattdessen eine Strafverfolgung wegen Totschlags. Ob der Fall vor Gericht kommt, muss das Landgericht Oldenburg nun befinden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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