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„Das ist für euch noch zu wenig“Wegen Erbstreit: Mann (56) erstochen, sieben Verwandte vor Gericht

Landgericht Essen

Copyright: Bernd Thissen/dpa

In einem tödlichen Erbstreit sind sieben Familienmitglieder angeklagt. (Symbolbild)

Ein Streit ums Erbe eskaliert völlig. Am Ende ist ein Mann tot.

Was für eine schreckliche Tat in Gelsenkirchen: Seit Montag stehen sieben Angehörige einer Großfamilie vor dem Landgericht in Essen. Vier Männer und drei Frauen, zwischen 16 und 53 Jahre alt, sollen mit Baseballschlägern und Messern auf ihre eigenen Familienmitglieder losgegangen sein.

Die furchtbare Folge des Angriffs vom 28. September des Vorjahres: Ein 56-jähriger Mann starb durch einen Messerstich direkt ins Herz, andere Personen trugen lebensbedrohliche Verletzungen davon. Bei Prozessbeginn schwiegen die Beschuldigten zu den Anschuldigungen.

Zoff ums Erbe in der Türkei

Auslöser für die blutige Auseinandersetzung war offenbar ein heftiger Konflikt ums Erbe. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft, so berichtet die dpa, drehte sich der Zank zwischen zwei Schwestern um ein Grundstück in der Türkei, welches früher ihren Eltern gehörte.

An dem verhängnisvollen Tag sollen die Beschuldigten im Gelsenkirchner Viertel Bismarck dann mehrere Angehörige ihrer deutsch-türkischen Familie attackiert haben. Die Lage geriet auf furchtbare Weise außer Kontrolle.

„Wir werden euch die Hölle erleben lassen“

Der Anklageschrift zufolge stellte sich der 56-Jährige schützend vor seine Gattin, als ihn der fatale Stich traf. Ein Detail, das unter die Haut geht: Der jüngste Angeklagte, gerade mal 16 Jahre alt, soll einem anderen Mann ein Messer von hinten in den Kopf gerammt haben.

Eine der beschuldigten Frauen soll im Anschluss an die Tat geschrien haben: „Das ist für euch noch zu wenig. Wir werden euch die Hölle erleben lassen.“ Dieser eine Satz zeigt den ganzen Hass und die Verbitterung, die in der Familie herrschten.

Die Vorwürfe umfassen Totschlag, versuchten Totschlag sowie gefährliche Körperverletzung. Das Gericht hat Verhandlungstermine vorerst bis Mitte Juni festgelegt. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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