Wird die junge Mutter, die ihr Kind im Schlaf erdrückte, nun bestraft? Die Frau, die das Mädchen im englischen Barnsley zur Welt brachte, soll bei ihrer Tat unter Drogeneinfluss gestanden haben. Das Baby starb wenig später.
Horror in EnglandMutter tötet ihr Baby im Drogenrausch – und feiert einfach weiter

Copyright: picture alliance / Graham Clark/PA Wire/dpa
Unser Symbolbild zeigt ein englisches Polizeiauto am 18. Dezember 2017.
Ein Gerichtsgutachten hat den Fall von Baby Keira-Mae aus dem englischen Barnsley aus der Versenkung geholt. Wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet, hat nun ein Gerichtsgutachter die Todesursache des Mädchens benannt.
David Urpeth, Gerichtmediziner sagte, dass Keira-Mae aufgrund „rechtswidriger Handlung der Mutter“ verstorben sei. Er sei „überrascht“, dass keine Anklage gegen sie erhoben wurde und werde nun Berufung einlegen.
Barnsley: Baby kurz nach Geburt im Schlaf erdrückt
Doch was war passiert? Mutter Aimee brachte am 14. Mai 2020 in einem Krankenhaus in Barnsley (England) ihre Tochter Keira-Mae zur Welt. Nur zwei Tage nach der Geburt des Mädchens erdrückte die Mutter ihr Kind im Schlaf.
Aimee soll bei dieser Tat unter Drogeneinfluss gestanden haben. In Blut und Urin habe man die Einnahme von Kokain nachweisen können.
„Yorkshire Live“ berichtete, dass Toxikologin Dr. Dianna Garside auf die Frage, an welchem Tag Aimee die Drogen genau zu sich genommen haben, sagte: „Die Beweise deuten auf ein dreitägiges Fenster zwischen dem 14. Mai – dem Tag, an dem Keira-Mae geboren wurde – und dem 16. Mai – dem Tag, an dem sie als nicht ansprechbar befunden wurde, hin.“
Das Baby stirbt wenig später an einem Hirnschaden. Trauer der Mutter um das Neugeborene? Fehlanzeige! Laut Augenzeugen soll Aimee nach dem Tod ihres Babys mehrere Partys in ihrer Wohnung gefeiert haben.
Sowohl die Mutter als auch der Vater des Kindes, Alex Jones (38), wurden festgenommen, allerdings kurze Zeit später ohne Maßnahmen wieder frei gelassen.
Polizei South Yorkshire: „Müssen sie ausfindig machen und verhaften“
Gerichtsmediziner Urpeth fordert nun eine erneute Aufnahme des Falls. „Ich bin überrascht, dass in diesem tragischen Fall keine Anklage erhoben wurde. Ich bitte darum, die Entscheidung zu überdenken“, so der Gerichtsmediziner.
Auch Julie Thorpe, Polizei South Yorkshire, bestätigt: „Mein erster Gedanke, als ich das Filmmaterial sah, war, dass diese Frau eindeutig unter dem Einfluss von Substanzen steht und wir sie ausfindig machen und verhaften müssen.“ (ra)

