Ed-Sheeran-Konzerte abgesagtNor'easter-Sturm trifft US-Küste mit voller Wucht

Ted Friedli paddelt mit seinem Kajak durch einen überfluteten Abschnitt der Florence Avenue in Long Beach.

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Ted Friedli paddelt mit seinem Kajak durch einen überfluteten Abschnitt der Florence Avenue in Long Beach.

Der Nordosten der USA wurde von einem heftigen Herbststurm getroffen. Die Folge waren Überschwemmungen und Stromausfälle. Konzerte von Ed Sheeran wurden abgesagt.

Über dem Nordosten der USA wütet ein schwerer Herbststurm und hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Wie US-Medien berichteten, wurde im New Yorker Stadtteil Brooklyn ein 56-jähriger Mann von einem umstürzenden Baum getroffen und getötet.

Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Die Behörden warnten vor starkem Wind, Überschwemmungen und Straßensperrungen durch heftige Regenfälle.

„Wer ins Meer geht oder sich ihm auch nur nähert, spielt wortwörtlich mit seinem Leben“

Der sogenannte Nor'easter sollte sich nach Angaben des US-Wetterdienstes NWS in der Nacht zum Sonntag in Richtung New Jersey und Long Island bewegen und die Region am Sonntagmorgen (Ortszeit) mit „voller Wucht“ treffen. Entlang der mittleren Atlantikküste wurden schwere Überflutungen erwartet.

Die Gouverneurin des Bundesstaats New York, Kathy Hochul, warnte vor „extrem gefährlichen“ Bedingungen. Auf Long Island könnten in den kommenden Tagen bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, an einigen Küstenabschnitten seien bis zu sechs Meter hohe Wellen möglich. „Wer an diesem Wochenende ins Meer geht oder sich ihm auch nur nähert, spielt wortwörtlich mit seinem Leben“, sagte Hochul.

Am Samstagnachmittag waren mehr als 95.000 Haushalte in sechs Bundesstaaten im Nordosten ohne Strom, allein 35.000 davon im Bundesstaat New York. Am Abend verzeichnete das Portal poweroutage.com noch mehr als 60.000 betroffene Stromkunden in New York, New Jersey, Connecticut, Massachusetts, Rhode Island und Pennsylvania.

Der Sturm führte zugleich zu massiven Behinderungen im Flugverkehr. Allein am Flughafen Logan in Boston wurden nach Angaben des Portals Flight Aware 253 Flüge gestrichen. Mehrere große Fluggesellschaften ermöglichten Passagieren wegen des Unwetters gebührenfreie Umbuchungen.

Spaziergänger gehen während eines Sturms am Strand der Hamptons entlang.

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Spaziergänger gehen während eines Sturms am Strand der Hamptons entlang.

Auch zahlreiche Veranstaltungen fielen dem Sturm zum Opfer. Die Musikfestivals Global Citizen und All Things Go in New York sowie Oceans Calling im Bundesstaat Maryland wurden abgesagt.

Konzerte von Ed Sheeran abgesagt

Auch für das Wochenende geplante Konzerte des britischen Popstars Ed Sheeran nahe Boston fanden nicht statt. Die Organisatoren des Global-Citizen-Festivals im Central Park erklärten, erstmals seit 14 Jahren habe die Veranstaltung abgesagt werden müssen.

New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani warnte vor heftigen Windböen und möglicherweise herabgerissenen Stromleitungen. „Reisen Sie nicht, wenn Sie nicht müssen“, sagte er in einem Aufruf an die Bewohner der Stadt.

Am Sitz der Vereinten Nationen in New York, wo derzeit Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zur UN-Generaldebatte versammelt sind, wurden Fernseh- und Radiosender wegen des starken Windes aufgefordert, ihre technische Ausrüstung im Freien in Sicherheit zu bringen.

Sogenannte Nor'easter treten vor allem zwischen Herbst und Frühlingsbeginn auf. Sie sind nach den für sie typischen nordöstlichen (auf Englisch North-Eastern) Winden benannt und gehen fast immer mit starkem Regen oder Schnee sowie heftigen Windböen einher. (AFP)