Schüsse in Göttingen: Ein Polizist wurde bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt. Was bisher bekannt ist.
„Dynamische Lage“Polizist im Einsatz angeschossen, Täter auf der Flucht

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Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab.
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Ein Beamter wird bei einem Streit angeschossen und erleidet schwere Verletzungen. Während eine Großfahndung läuft, feiert die Stadt Göttingen ahnungslos weiter.
Ein Konflikt zwischen zwei Lagern eskalierte am späten Samstagabend gegen 22.15 Uhr. Plötzlich fielen Schüsse, die einen Polizisten trafen und schwer verletzten. Ein Sprecher der Behörde nannte die Situation eine „dynamische Lage“. Rettungskräfte lieferten den Beamten umgehend in eine Klinik ein. Was genau hinter dem Streit steckte, war auch am folgenden Morgen noch ein Rätsel, aber fest steht: Unmittelbar nach dem Vorfall ergriff eine Person die Flucht.
Schüsse fallen während der „Nacht der Kulturen“
Das Bizarre an der Sache: Zur gleichen Zeit amüsierten sich Tausende von Leuten in der Göttinger City bei der „Nacht der Kulturen“, wo auf Bühnen Musiker und Künstler auftraten. Der Tatort selbst befand sich laut den Behörden aber ein ganzes Stück weg, am Rand des Stadtkerns. Er liegt direkt an einem Fußweg entlang der Bundesstraße 27. Die Polizei unterstrich, dass für die Besucherinnen und Besucher des Fests niemals eine Bedrohung bestand.
Die Polizei startete umgehend eine großangelegte Fahndung. Unzählige Kräfte waren die ganze Nacht im Einsatz, um den flüchtigen Täter zu finden. Ein Helikopter kreiste über Göttingen, um die Suche aus der Luft zu unterstützen. Die Bevölkerung wurde gebeten, das Areal um den Tatort zu meiden.
Noch in der Nacht meldeten sich laut dem Sprecher mehrere Zeugen. Sie sollen unter anderem Angaben gemacht haben, in welche Richtung der Gesuchte floh. Auch Videos des Vorfalls, die in sozialen Medien die Runde machen, werden von den Ermittlern geprüft.
Viele Fragen bleiben aber offen. So ist unklar, ob eine scharfe Waffe oder eine Gaspistole abgefeuert wurde. Genauso gibt es noch keine Auskunft über die Art der Verletzungen des Polizisten oder den Auslöser für den ursprünglichen Konflikt. (dpa/red)
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