Immer wieder werden Lokalpolitiker in Mexiko Opfer von Gewalt. Oft stecken Drogenkartelle dahinter. Dieser Verdacht besteht jetzt auch nach dem Mord am Bürgermeister einer Kleinstadt.
Attentat im WM-GastgeberlandBürgermeister in Mexiko erschossen

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Polizisten in Mexiko beim Einsatz rund um die WM 2026.
Im WM-Gastgeberland Mexiko ist ein Bürgermeister erschossen worden. Joel Bravo, der Bürgermeister der Kleinstadt San Miguel Amatitlán im südlichen Bundesstaat Oaxaca, sei bei einem bewaffneten Angriff getötet worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Nähere Angaben machte sie nicht. In der Region liefern sich Drogenkartelle einen erbitterten Kampf um die Schmuggelrouten. In Oaxaca sind die Kartelle Jalisco Nueva Generación und Sinaloa aktiv.
Drogenkrieg in Mexiko tobt seit Jahren
Oaxacas Gouverneur Salomón Jara verurteilte die Gewalttat. „In Oaxaca werden wir nicht zulassen, dass Gewalt über das Gesetz oder den Willen unserer Gemeinden siegt“, schrieb er im Onlinedienst X. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde die Polizeipräsenz in der Region verstärkt und ein Sondereinsatzkommando entsandt, um nach den Angreifern zu fahnden.
In Mexiko tobt seit Jahren ein erbitterter Drogenkrieg zwischen rivalisierenden Kartellen. Seitdem die Regierung 2006 einen umstrittenen Militäreinsatz gegen die organisierte Kriminalität gestartet hatte, wurden in dem Land mehr als 350.000 Menschen getötet, darunter fast 100 Bürgermeister.
Mexiko richtet die größte Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte gemeinsam mit den USA und Kanada aus. Am Donnerstag hatte die WM mit einer Eröffnungsfeier und dem Anpfiff der ersten Partie in Mexikos Hauptstadt Mexiko-Stadt begonnen. (afp)
