Mega-Hanfplantagen in NRW: Lange Haftstrafen für Bande.
Mega-Urteil in DüsseldorfSieben Männer nach Fund von 6300 Cannabis-Pflanzen verurteilt

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Die Fahnder hatten mehr als 6.300 Cannabis-Pflanzen sichergestellt. (Symbolbild)
Harte Urteile in Düsseldorf! Etwa ein Jahr, nachdem über 6.300 verbotene Cannabis-Gewächse gefunden wurden, schickte das Landgericht eine sieben Personen starke Dealer-Gruppe für lange Zeit hinter Gitter. Vorgeworfen wurde den aus Albanien stammenden Männern im Alter von 21 bis 51 Jahren die professionelle Zucht und der organisierte Handel mit Drogen.
In Nordrhein-Westfalen hatte die Gruppe gleich mehrere riesige Hanf-Plantagen am Laufen, zum Beispiel in Dormagen, Lüdenscheid und auch Bad Salzuflen. Für die vier Haupttäter setzte das Gericht, je nach Rolle, Haftstrafen fest. Diese reichen von drei Jahren plus sieben Monaten bis hin zu vollen sieben Jahren. Ein Komplize wurde zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, zwei andere müssen für zwei Jahre und zehn Monate einsitzen. Rechtskräftig sind die Entscheidungen aber noch nicht.
Fetter Lohn für die „Gärtner“: 10.000 Euro pro Ernte
Laut Anklageschrift hatten zwei Bosse der Gruppe die nötigen Gebäude für die Zuchtanlagen besorgt. Fünf ihrer Landsmänner heuerten sie an, damit diese sich permanent um die Pflanzen kümmern. Für diesen Job wurde den Helfern (21 bis 34 Jahre alt) eine Bezahlung von 10.000 Euro je Erntevorgang in Aussicht gestellt. Mit nur einem Durchgang sollen die Dealer etwa 150 Kilogramm Marihuana erwirtschaftet haben.
Wie ein Zufall die Drogen-Bande zu Fall brachte
Dass die ganze Operation überhaupt hochging, war einem anderen Kriminalfall zu verdanken, erläuterte Staatsanwältin Meike Beckmann. In diesem Fall drehte es sich um einen geplanten Kidnapping-Versuch in der Drogenszene. Zwei Söldner aus Lettland standen vor Gericht, weil sie für einen Drogenboss aus Asien eine Person verschleppen sollten. Doch die beiden wurden bei einer Routinekontrolle der Polizei erwischt.
Im Zuge der nachfolgenden Nachforschungen gerieten die nun verurteilten Personen ins Visier der Drogenfahnder. Über Wochen hinweg wurden sie beschattet, bevor die Beamten Anfang Mai 2025 den Zugriff wagten und die Zuchtanlagen stilllegten.
Besonders dreist: Der Stromverbrauch der verbotenen Anlagen soll sich auf circa zwei Millionen Kilowattstunden jährlich belaufen haben. Diese Menge ist vergleichbar mit dem Jahresbedarf von ungefähr 400 Familien. Die Energie hatten die Täter Berichten zufolge einfach widerrechtlich aus dem öffentlichen Netz geklaut. (dpa/red)
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