Ganz Deutschland leidet unter einer gnadenlosen Hitzewelle. Ein Wetter-Ereignis, bekannt als „Heat Dome“, sorgt für extreme Temperaturen.
Deutschland wird zum Backofen„Heat Dome“ sorgt für Extrem-Temperaturen – Eskalation droht

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In Hamburg suchen Menschen am Samstag (20. Juni 2026) bei einer Temperatur um 33 Grad Abkühlung auf einer Sprühnebelanlage am Jungfernstieg.
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Wir kommen ins Schwitzen! Die enorme Hitze lässt uns nicht los und ein Ende ist erstmal nicht absehbar. Nach Tagen wie in der Wüste und Nächten wie in den Tropen hält das extreme Wetter weiter an, vor allem im südlichen Teil Deutschlands.
Die Situation könnte zum Monatsende hin sogar eskalieren, da einige Wetter-Simulationen für den Südwesten von Temperaturen bis zu 40 Grad ausgehen. Bis zu zehn Tage lang könnte diese Gluthitze andauern.
Knacken wir die 42 Grad? Ein neuer Rekord bei der Hitze ist drin
Verantwortlich für die andauernde Affenhitze ist ein äußerst beständiges Hoch über Europa, mit dem Potenzial, sich zu einem sogenannten Omega-Hoch zu formieren. Über eine längere Periode hinweg schotten derartige Wetterphänomene kühlere Luft ab, fast wie eine Barriere. Die Folge: Die Hitze bleibt nicht nur bestehen, sondern kann sich örtlich intensivieren, weil heiße Luft von Nordafrika nach West- und Mitteleuropa gelangt. Eine sogenannte „Hitzeglocke“ bildet sich, die man auch als „Heat Dome“ kennt. Das berichtet „t-online“.
Für Deutschland sagt das europäische Wettermodell (ECMWF) bis zum Ende des Junis extreme Werte voraus, die sich konstant im Bereich von 30 bis 40 Grad einpendeln sollen. Während der finalen Woche im Juni zieht die Hitzeglocke dabei von West nach Ost.
Wetterexperten schauen mit besonderer Spannung auf die Vorhersagen für die Zeit ab dem 25. Juni. Manche Simulationen zeigen für die Region südlich der Linie Münster-Usedom Werte im Bereich von 34 bis 38 Grad. Für den deutschen Südwesten werden in manchen Berechnungen sogar bis zu 42 Grad angezeigt.
Falls diese Werte wirklich eintreten, könnte ein neuer Hitzerekord für Deutschland aufgestellt werden. Allerdings sind das bisher nur vereinzelte Modellberechnungen und keine gesicherte Prognose.
Abkühlung? Fehlanzeige! Dafür drohen Gewitter
Obwohl das Hochdruckgebiet immer stärker wird und die Gewitterwahrscheinlichkeit laut aktuellen Vorhersagen sinkt, sind sie nicht komplett vom Tisch. Besonders über den Gebirgen und in der Alpenregion ist an manchen Tagen mit der Entstehung von Hitzegewittern zu rechnen. Örtlich können diese dann ziemlich heftig werden, begleitet von Starkregen, Hagel und auch Sturmböen. Mit großflächigen Unwetterlagen rechnet man momentan aber nicht.
Eine geringfügige Abkühlung wird laut einer Vorhersage erst für den 30. Juni erwartet. Ein Störimpuls im Hochdrucksystem wird vom europäischen Modell berechnet, was die Temperaturen auf Werte zwischen 20 und 24 Grad senken könnte. Das amerikanische Modell (GFS) sieht das ähnlich und sagt zum Ende des Monats Werte von 25 Grad im Süden und 18 Grad im Norden voraus.
Die Wetterentwicklung zum Ende des Junis und zu Beginn des Julis wird besonders interessant, weil dann die sogenannte Siebenschläferperiode startet. Das Wetter, das sich bis ungefähr zum 10. Juli etabliert, bestimmt oft mit großer Wahrscheinlichkeit, wie der restliche Sommer wird. Daher ist es eine Schlüsselfrage, ob das stabile Hochdruckwetter andauert. Aktuell sieht es stark danach aus, dass uns die Hitzewelle wenigstens bis zum Monatsende begleitet. Wie es im Juli weitergeht, ist hingegen noch unklar. (red)
