„Come as you are“ Deutsche Bahn überrascht mit Neuerung – unabhängig vom Geschlecht

Ein Zugbegleiter gibt ein Abfahrtszeichen für einen ICE auf einem Bahnsteig im Berliner Hauptbahnhof.

Ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn, wie hier im Berliner Hauptbahnhof, könnte in Zukunft auch einen Rock tragen.

Die Deutsche Bahn führt eine Neuerung ein: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfen ihre Dienstkleidung ab sofort sowohl aus der Männer- als auch aus der Frauenkollektion wählen.

Diese Neuerung ist im wahrsten Sinne des Wortes bahnbrechend: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn (DB) können seit Dienstag (1. November 2022) selbst darüber entscheiden, welche Dienstkleidung sie tragen – unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer geschlechtlichen Identität.

„Zugbegleiter:innen, Kundenbetreuer:innen, Lokführer:innen oder Servicekräfte können damit sowohl Artikel aus der Männer- als auch aus der Frauenkollektion bestellen und im Dienst tragen“, erläuterte DB-Vorstandschef Richard Lutz dazu in einem LinkedIn-Post.

Deutsche Bahn führt genderneutrale Kleidung ein

Die bestehende „traditionelle Regelung“ sei damit angepasst worden. Mitarbeitende könnten nun „genau die Kleidung tragen, in der sie sich am wohlsten fühlen“.

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Damit springt die Deutsche Bahn auf einen sich immer weiter füllenden Zug auf. Jüngst führte beispielsweise die US-Fluggesellschaft Alaska Airlines ebenfalls genderneutrale Kleidung ein.

Allerdings: Ganz auf freiwilliger Basis geschah dies nicht. Zuvor hatte nämlich ein Mitarbeiter beklagt, dass die bisherigen Richtlinien queere Beschäftigte diskriminierten.


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Nachdem die strengen Vorgaben in Sachen Kleidung, Frisur, Make-up und Schmuck nun fallengelassen wurden, plant die Airline die nächste queer-freundliche Änderung: In Form von Anstecknadeln sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeigen können, mit welchem Pronomen sie angesprochen werden möchten. Darüber hinaus soll die Akzeptanz sowohl bei Tätowierungen als auch bei Piercings steigen.

So weit ist die Deutsche Bahn zwar noch nicht, die Kleidungsmaßnahme ist aber dennoch ein großer Schritt in Richtung Diversität. (sal)

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