Folgen von Ex-Tropensturm „Rachel“: Im kalifornischen Long Beach droht mehreren Strandhäusern der Einsturz.
Das Paradies bröckeltMonsterwellen zerlegen Luxus-Strandhäuser

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Heftige Wellen prallen gegen die Küstenvillen in Kalifornien.
Am Sonntag spielten sich an der Pazifikküste von Long Beach in Kalifornien dramatische Szenen ab. Auf neuen Videos ist zu sehen, wie mehrere Luxus-Strandhäuser auf der Halbinsel unter der Wucht gewaltiger Wellen zu kollabieren beginnen. Die Schäden sind eine Folge des ehemaligen Tropensturms „Rachel“. Er hatte der Region schon in den Tagen zuvor massiv zugesetzt.
Lokale Wetterbeobachter und Medien haben die Aufnahmen verbreitet. Sie zeigen eindrucksvoll, wie die Brandung gegen die Fundamente der Häuser am Seaside Walk schlägt. Holzveranden und Teile der Fassaden brechen ab. Durch die Gebäude ziehen sich Risse.
Strandhäuser in Kalifornien nach Tropensturm Rachel verwüstet
Notfallteams waren im Einsatz. Sie bauten provisorische Seewall-Barrieren auf und schichteten Sandsäcke. Doch an mehreren Stellen genügte der Schutz nicht.
Mindestens acht bis neun Gebäude stufte die Stadtverwaltung als unsicher ein – sie bekamen sogenannte „Red Tags“. Andere Häuser wurden mit gelben Warnmarkierungen versehen. Für Teile der Halbinsel gilt noch bis Dienstagmittag ein Evakuierungsbefehl.
Pazifikküste in Kalifornien nach Tropensturm Rachel schwer beschädigt
Allein auf das Konto von „Rachel“ gehen die Zerstörungen allerdings nicht. Schon im September hatte Hurrikan Marie die Region getroffen, danach folgte Polo. Der hölzerne Bulkhead und der historische Boardwalk der Halbinsel waren schon angeschlagen. Unter dem neuen Wellengang gaben sie weiter nach.
Die Erosion halte an, Salzwasser dringe ein – das berichten Anwohner und Behörden. Bürgermeister Rex Richardson hatte die Menschen schon früh gewarnt und sie aufgefordert, sich vorzubereiten.
Am Wochenende wurde Rachel zu einem posttropischen Tief herabgestuft. In Südkalifornien fiel zwar weniger Regen als befürchtet. Hoher Wellengang und Springfluten machten der Küste aber weiter zu schaffen. Meteorologen rechnen in den nächsten Tagen mit einer langsamen Entspannung. Die Stadt untersucht aktuell, wie umfangreich die Schäden sind und welche langfristigen Schutzmaßnahmen für den gefährdeten Küstenabschnitt infrage kommen. (red)

