In Los Angeles startete eine Boeing 747 der Lufthansa aus Frankfurt am Samstag im letzten Moment durch.
Horror-LandungLufthansa-Jumbo schrammt knapp an Katastrophe vorbei

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Eine Boeing 747 beim Start. (Symbolbild)
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Am Samstag (10. Oktober) hat ein Lufthansa-Flug aus Frankfurt am internationalen Flughafen von Los Angeles (LAX) ein auffälliges Manöver hingelegt. Die Boeing 747-8i mit der Flugnummer LH 456 war im Anflug auf die Bahn 24R. Dann kam plötzlich der Abbruch: Die Maschine startete durch.
Nach den vorliegenden Videoaufnahmen kam das Heck des Langstreckenjets dem Boden dabei extrem nahe. Aufgesetzt hat es aber nicht. Einen echten Tailstrike, also eine Berührung des Hecks mit dem Boden, gab es nicht.
Lufthansa-Boeing 747 bricht Landung in Los Angeles ab
Gefilmt hat die Szene der Kanal „Airline Videos Live“, und zwar aus einem Hotel in der Nähe. Zu sehen ist die Boeing 747 im Endanflug. Kurz berührt das Fahrwerk die Landebahn. Dann ziehen die Piloten die Nase steil nach oben und bringen die Triebwerke auf volle Leistung.
Einen Augenblick lang sieht es so aus, als könnte das Heck über den Asphalt schrammen. Doch die Maschine steigt, fliegt eine Platzrunde und setzt rund 15 bis 30 Minuten danach sicher auf.
Gefährliche Landung: Lufthansa-Jumbo in Los Angeles
Durchstarten, im Fachjargon „Go around“ genannt, gehört in der Luftfahrt zu den üblichen Sicherheitsverfahren. Piloten greifen dazu, wenn der Anflug aus unterschiedlichen Gründen nicht stabil genug ist, etwa wegen der Höhe, der Geschwindigkeit oder der Ausrichtung. Warum die Crew in diesem Fall abgebrochen hat, ist bislang nicht offiziell bekannt.
Der Jumbo-Jet war am Vormittag in Frankfurt abgehoben. In Los Angeles kam er am Ende ohne weitere Zwischenfälle an. Passagiere und Besatzung blieben unverletzt.
Die Boeing 747-8 ist die längste Passagierversion der Jumbo-Jet-Familie. Sie hat Systeme an Bord, die ein zu starkes Rotieren und damit die Gefahr eines Tailstrikes begrenzen sollen.
Die Lufthansa selbst hat sich bisher nicht im Detail zu dem Vorfall geäußert. Die Videos vom Manöver machten dagegen schnell in den sozialen Netzwerken die Runde. Auch US-Medien griffen sie auf. (red)

