Notfallsituation Virologe Drosten drängt: „Müssen jetzt sofort etwas machen“

Virologe Christian Drosten steht am 04.11.2021 bei einem Fototermin vor der Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises 2021 auf der Bühne im Funkhaus. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der Chef-Virologe der Berliner Charité Christian Drosten, hier am 4. November bei einem Fototermin vor der Verleihung des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises 2021, sieht Deutschland bei Corona aktuell in einer „Notfallsituation“.

Der Leiter der Virologie in der Berliner Charité, Christian Drosten, hält neue Kontaktbeschränkungen für denkbar. Wie der Ausweg aus der Pandemie mittel- und langfristig gelingen kann.

Hamburg/Berlin. „Wir müssen jetzt sofort etwas machen“, drängt Christian Drosten. Das sagte der Virologie in der Berliner Charité am Dienstag (9. November) im NDR-Podcast „Das Coronavirus-Update“ zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland. 

Drosten sieht Deutschland bei Corona in einer „Notfallsituation“ und hält neue Kontaktbeschränkungen für denkbar.

Mittel- und langfristig sei der Ausweg aus der Pandemie klar: „Wir müssen die Impflücken schließen.“ Das „ideelle Ziel“ müsse „eine dreifach komplett durchgeimpfte Bevölkerung“ sein. Darauf könne man angesichts volllaufender Intensivstationen aber nicht warten.

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Christian Drosten: Shutdown und Kontaktbeschränkungen möglich

Kurzfristig müsse man wieder Maßnahmen diskutieren, „die wir eigentlich hofften, hinter uns zu haben“, sagte Drosten. „Wir müssen also jetzt die Infektionstätigkeit durch Kontaktmaßnahmen wahrscheinlich wieder kontrollieren - nicht wahrscheinlich, sondern sicher“, sagte der Virologe. Er erwartet einen sehr anstrengenden Winter „mit neuen, sagen wir ruhig: Shutdown-Maßnahmen“.

Maßnahmen wie 3G oder selbst 2G reichten laut Drosten vermutlich nicht aus, um angesichts der Delta-Variante die Zahl der Infektionen genug zu senken. (dpa)

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