Blitzer-Woche in Deutschland: Expertin meldet massive Bedenken an
Jagd auf TemposünderPolizei startet Blitzermarathon – doch Expertin ist skeptisch

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Regelmäßige Kontrollen sollen dazu beitragen, die Zahl der Verstöße gegen die Höchstgeschwindigkeit zu verringern. (Archivfoto)
Für Deutschlands Autofahrer gilt ab Montag: Tempo runter! Eine Woche lang nimmt die Polizei bei der Aktion „Blitzermarathon“ gezielt Raser ins Visier. Die Maßnahme dauert bis zum nächsten Sonntag an und wird in beinahe jedem Bundesland durchgeführt – auch die Hauptstadt ist dieses Mal wieder beteiligt.
Fachfrau sicher: Effekt verpufft sofort wieder
Aber verbessert solch eine intensive Kontroll-Aktion die Sicherheit auf den Straßen wirklich nachhaltig? Eine Fachfrau äußert hier deutliche Bedenken. „Ein Blitzermarathon sorgt für eine kurzzeitige Aufmerksamkeit für das Thema Geschwindigkeit. Das ist erst einmal eine gute Sache, aber es wirkt nicht dauerhaft“, erklärte Kirstin Zeidler, die beim Gesamtverband der Versicherer (GDV) die Unfallforschung leitet, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet.
Die Wirkung sei nur von kurzer Dauer, meint die Expertin. „In dem Zeitraum wird dann sehr diszipliniert gefahren, weil man Sorge hat, erwischt zu werden. Wir wissen aber auch, dass die Sensibilisierung kurz danach wieder nachlässt.“ Im Klartext: Sobald die Kontrollen enden, treten die Leute wieder voll aufs Gas.
Was wirklich helfen würde
Anstelle von vereinzelten Aktionswochen spricht sich Zeidler für beständige und vor allem langanhaltende Überwachungen aus. Ausschließlich auf diese Weise lasse sich die Fahrweise der Menschen dauerhaft beeinflussen.
Ihre Empfehlung lautet: „Nachhaltigkeit erreicht man durch eine Mischung von festen und mobilen Blitzern.“ Für alle am Steuer bedeutet das konkret: Behaltet in der anstehenden Woche den Tacho gut im Auge, sonst drohen teure Knöllchen und die berüchtigten Punkte in Flensburg. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
