Kein Aprilscherz! Ab dem 1. April gilt in Deutschland das neue Tankgesetz. Was das für Autofahrer und Autofahrerinnen bedeutet.
Preisexplosion drohtExperte mit klarer Ansage: „Heute noch tanken“
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Wird der Sprit an den Kölner Zapfsäulen jetzt noch teurer?
Ab Mittwoch (1. April) tritt das neue Tankstellen-Gesetz in Kraft. Die Regel ist simpel, aber folgenreich: Ölkonzerne und Tankstellen dürfen die Kraftstoffpreise nur noch einmal täglich erhöhen – und das genau um 12 Uhr mittags.
Neues Tankstellen-Gesetz: Preiserhöhung nur noch um 12 Uhr
Was zunächst nach Verbraucherschutz klingt, hat einen Haken: Experten erwarten, dass die Konzerne die Mittagsstunde für einen deutlichen Preisaufschlag nutzen werden.
„Auf jeden Fall heute noch tanken!“ Das rät Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband unmissverständlich. Gegenüber „Bild“ warnt er vor spürbar höheren Preisen ab Mittwochmittag. Sein Tipp an alle Autofahrer: Heute noch zur Tanke fahren – bevor es zu spät ist.
Rabl erwartet am Mittwoch um 12 Uhr drei Dinge. Erstens: Die Preise werden erstmal ordentlich erhöht.
„Die Mineralölgesellschaften werden gucken, werden testen. Sie werden wahrscheinlich Diesel mit 2,30 Euro/2,40 Euro ansetzen – Benzin mindestens mit 2,10 Euro. Insofern glaube ich, dass wir ein bisschen höhere Preise mittags um 12 morgen bekommen, als wir heute haben“, so Rabl.
Die spannende Frage wird zudem sein – und das ist der zweite Punkt: Bekommen wir überall in Deutschland diese hohen Preise oder werden die Preise nach Region unterschiedlich sein? Die Tankstellenkonzerne seien nicht verpflichtet, flächendeckend überall den gleichen Preis zu machen, erklärt der Tankstellen-Experte. Da könnte es also in Deutschland erhebliche Preisschwankungen geben.
Wie entwickeln sich die Preise in Köln?
Ob Köln dann vielleicht zu den günstigen Regionen zählt, ist derzeit noch völlig unklar.
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Hau raus!
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„Und drittens wird man gucken, wie schnell geht der Preiskampf, was passiert, gibt es wirklich Konkurrenz nach unten und wie schnell ereignet sich das? Eigentlich müsste ja unmittelbar nach 12 ein Preiskampf einsetzen, der sich gewaschen hat“, vermutet Rabl.
Bisher konnten Tankstellen ihre Preise mehrfach täglich nach oben anpassen – oft besonders morgens, wenn der Berufsverkehr rollt. Ab dem 1. April ist das Geschichte. Preiserhöhungen sind nur noch einmal täglich um Punkt 12 Uhr erlaubt. Preissenkungen hingegen bleiben jederzeit möglich. Wer gegen die neue Regel verstößt, muss mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen.
Die bisherige Faustregel „abends tanken ist am günstigsten“ ist damit überholt. Künftig lohnt es sich, vielleicht kurz vor 12 Uhr zur Tankstelle zu fahren – bevor der Tagespreis nach oben geht. Übrigens: Tankstellen, die die 12-Uhr-Marke verpassen, müssen bis zum nächsten Tag warten. (mt)

