Ein toter Säugling, versteckt in einer Kühltasche. Ein deutsches Paar steht im Fokus. Doch die Ermittler befürchten ein noch viel dunkleres Geheimnis.
Baby-Leiche in KühltruheSchock-Verdacht gegen Deutschen: Kinderhandel?

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Ein Auto der Polizei in Griechenland.

Eine schreckliche Entdeckung in Athen sorgt für Fassungslosigkeit in ganz Griechenland und wirft viele Fragen auf. Bei der Räumung einer Wohnung kam Ende August der tote Körper eines Babys zum Vorschein – er steckte in einer Kühltasche, eingewickelt in Plastik. Der Leichnam war tiefgefroren und hatte diverse Stichwunden. Seitdem befinden sich eine 38 Jahre alte Deutsche sowie ihr 43-jähriger Partner mit deutsch-griechischen Wurzeln in U-Haft.
Aber die Geschichte nimmt möglicherweise eine noch entsetzlichere Wendung. Die Nachforschungen erstrecken sich jetzt auch auf den Verdacht des Kinderhandels. Der Grund dafür sind Bilder, die auf dem Mobiltelefon des 43-jährigen Mannes entdeckt wurden. Darauf ist er mit zwei anderen Säuglingen zu sehen, die wie vom Erdboden verschluckt sind. Das berichtet „t-online“.
Verbindung nach Hamburg und mysteriöse Bilder
Die beiden Beschuldigten besitzen eine deutsche Vergangenheit. Der 43-Jährige wohnte Berichten zufolge zwischen 1991 und 2024 in Hamburg, und auch die Frau verbrachte einige Zeit in der norddeutschen Metropole. Als die Athener Wohnung durchkämmt wurde, fand man drei weitere lebende Kinder des Paares, die in die Obhut des Jugendamtes kamen.
Die aufgetauchten Bilder stellen die Ermittler vor ein großes Rätsel. Ein Post auf Facebook aus dem Jahr 2011 präsentiert den Mann mit einem Jungen, den er als seinen Sohn ausgibt. Der Rechtsbeistand des 43-Jährigen äußerte sich hierzu gegenüber der „Bild“-Zeitung: „Mein Mandant hat auch einen Sohn aus dem Jahr 2011. Er stammt von einer anderen Frau, bei der das Kind jetzt lebt.“ Eine andere Aufnahme von 2017 zeigt ihn wieder mit einem Säugling. Besonders heikel: Unter diesem Bild erkundigte sich anscheinend ein Verwandter, ob der Mann seinen erstgeborenen Sohn veräußert habe.
In ganz Griechenland wird jetzt nach den beiden Kindern auf den Fotos gefahndet. Rätselhaft ist zudem die Herkunft eines neunjährigen Jungen, der mit dem Paar zusammenwohnte. Angeblich besitzt er keine offiziellen Dokumente, und sein Vater ist nicht bekannt. Die inhaftierte Deutsche wird als seine leibliche Mutter angesehen.
Über den toten Säugling äußern sich die beiden Beschuldigten widersprüchlich. Der Mann gab zu Protokoll, das Baby sei 2021 auf die Welt gekommen und im Jahr 2022 einer Krankheit erlegen. Seine Lebensgefährtin behauptete hingegen, die Geburt sei 2022 gewesen und der Tod 2023 eingetreten, als sie gerade abwesend war. Die Stichverletzungen seien versehentlich passiert, als sie mit einem Messer Eis aus dem Gefrierschrank kratzen wollte.
Ein Gutachten der Rechtsmedizin liefert allerdings eine andere Darstellung und deutet auf ein Verbrechen hin. Laut diesem Bericht wurden dem Kind sowohl vor als auch nach seinem Ableben Wunden zugefügt. Das Ergebnis einer DNA-Analyse, die die Abstammung klären soll, ist noch nicht verfügbar. (red)
