Bei einer großangelegten Kontrolle von Shisha-Bars hat der Kölner Zoll einen riesigen Fund gemacht.
Mega-Razzia in KölnZoll filzt Shisha-Bars – „hätte für ausverkaufte Lanxess-Arena gereicht“

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Der Zoll stellte bei einer Razzia in Kölner Shisha-Bars kiloweise unversteuerten Tabak sicher.
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Schlag gegen die Shisha-Szene in Köln: Bei einer zweitägigen Großkontrolle am Freitag und Samstag (11. und 12. September) haben Einsatzkräfte des Zolls und der Stadt Köln insgesamt 18 Shisha-Bars in der Innenstadt, Chorweiler, Nippes und Bayenthal ins Visier genommen.
Die Bilanz der Razzia ist beachtlich: Mehr als 350 Kilogramm unversteuerter Shisha-Tabak wurden sichergestellt. „Darunter überwiegend Beutel und Plastikdosen mit kiloweise, mutmaßlich illegal hergestelltem Wasserpfeifentabak, bei welchem die Gewinnspanne häufig höher ist als beim Drogenhandel“, erklärte Jens Ahland, Pressesprecher des Hauptzollamts Köln. „Diese Menge Tabak hätte für eine gut gefüllte Wasserpfeife für alle Besucher einer restlos ausverkauften Kölner Lanxess-Arena gereicht.“
Verdacht auf Schwarzarbeit und Sozialbetrug
Doch nicht nur der Tabak interessierte die Ermittlerinnen und Ermittler. Insgesamt wurden 68 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu ihren Beschäftigungsverhältnissen befragt. Dabei ergaben sich schnell erste Hinweise auf Schwarzarbeit und Sozialleistungsmissbrauch. In zwei Fällen besteht der Verdacht, dass Arbeitgeber nicht den gesetzlichen Mindestlohn zahlen.
„Sechs Servicekräfte gaben bei ihrer Befragung an, dass sie den ersten Tag in der jeweiligen Bar arbeiten oder nur gelegentlich mal einspringen würden. Das hören wir allerdings sehr oft“, so Ahland. Der Verdacht liege nahe, dass diese Personen nicht zur Sozialversicherung gemeldet waren.
Einen besonders großen Fund machten die Zöllnerinnen und Zöllner im Keller einer einzigen Bar: Dort lagerten rund 250 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak. Gegen alle Betreiberinnen und Betreiber der kontrollierten Lokale wurden noch vor Ort Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der sichergestellte Tabak wird nach Abschluss der Verfahren vernichtet. (red)
