Ein US-Gericht hat einen angeblichen Abschiedsbrief des 2019 verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht.
Was soll ich denn tun?Angeblicher Abschiedsbrief von Jeffrey Epstein – das steht drin

Copyright: Uncredited/U.S. District Court Southern District of New York/AP/dpa
Dieses Dokument, das vom US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York via AP veröffentlicht wurde, zeigt einen angeblichen Abschiedsbrief des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein.
Ein Richter in New York gab die jahrelang unter Verschluss gehaltene Notiz am Mittwoch auf Antrag der „New York Times“ frei.
Epsteins Zellengenosse hatte ausgesagt, er habe das Schreiben nach einem gescheiterten Suizidversuch des Multimillionärs im Juli 2019 einem Buch gefunden.
„Was soll ich denn tun – in Tränen ausbrechen!!“
„Sie haben monatelang gegen mich ermittelt – und nichts gefunden!!!“, heißt es in der handschriftlichen Notiz. Es sei ein Geschenk, „den Zeitpunkt für den Abschied selbst wählen zu können“. Der Text endet mit den Worten: „Was soll ich denn tun – in Tränen ausbrechen!! Kein Spaß – lohnt sich nicht.“ Ob es sich tatsächlich um einen von Epstein verfassten Brief handelt, wurde offiziell nicht bestätigt.

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Ein Zellengenosse Epsteins soll das Schreiben nach einem ersten mutmaßlichen Suizidversuch des Sexualstraftäters im Juli 2019 in einem Comic-Roman gefunden haben, berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf den Mitinsassen.
Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben.
Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab.
2019 wurde Epstein tot aufgefunden – nach offiziellen Angaben war es Suizid
Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Ende Juli fanden ihn Beamte nach einem mutmaßlichen Suizidversuch verletzt in seiner Zelle. Am 10. August 2019 wurde Epstein schließlich tot aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.
Da die Aufnahmen von Überwachungskameras aus der Haftanstalt aber lückenhaft waren, wurden Zweifel an der offiziellen Darstellung laut.
Im Januar hatte das US-Justizministerium auf Druck des Kongresses mehr als drei Millionen Dokumentseiten zum Epstein-Skandal veröffentlicht, in denen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auftauchen. Auch US-Präsident Donald Trump, der sich monatelang gegen die Freigabe der Akten gewehrt hatte, wird darin tausendfach erwähnt. Ein Fehlverhalten konnte dem Präsidenten bisher nicht nachgewiesen werden. (afp)
