Mitten im Zentrum der italienischen Stadt Modena rast ein Auto in eine Menschenmenge. Mehrere Menschen werden verletzt, darunter auch eine Deutsche. Aufnahmen von Sicherheitskameras zeigen das Ausmaß des Vorfalls.
Albtraum in ItalienIn Menschenmenge gerast – deutsche Touristin unter Opfern

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Nach dem Horror-Vorfall am Samstag (16. Mai 2026) im Zentrum von Modena hat die Polizei den Bereich abgesperrt. Schaulustige drängen sich an an der Absperrung.
In der norditalienischen Stadt Modena ist ein Mann mit einem Auto in eine Gruppe von Fußgängern gerast. Acht Menschen seien verletzt worden, davon vier schwer, sagte der Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti, in einer Videobotschaft. Unter den Verletzten sei auch eine deutsche Touristin.
Nach Mezzettis Worten sind die Hintergründe des Vorfalls unklar. Er sei „zutiefst betroffen“ über diesen „wahnsinnigen Vorfall“, sagte er.
Menschen flogen regelrecht durch die Luft
Am Samstagnachmittag (16. Mai 2026) raste der Autofahrer mit seinem Wagen in eine Straße in der Altstadt im Zentrum von Modena. Dort fuhr er nach den Worten von Mezzetti mit hoher Geschwindigkeit auf den Fußgängerweg und erfasste eine Gruppe von Passanten. Der Fahrer versuchte danach zu fliehen und verließ das Auto mit einem Messer in der Hand, berichteten mehrere Augenzeugen.
Mehrere Passanten verfolgten den Mann und konnten ihn daraufhin überwältigen. „Sie haben großen Mut gezeigt, ihnen gilt mein Dank“, sagte Mezzetti. Bei dem Mann handelt es sich Medienberichten zufolge um einen etwa 30-Jährigen. Er wurde festgenommen und von der Polizei befragt. Seine Wohnung wurde Medienberichten zufolge durchsucht.
Auf Aufnahmen von Sicherheitskameras in der Gegend war zu sehen, wie der Kleinwagen mehrere Menschen erfasst hat und wie diese regelrecht durch die Luft geschleudert werden.
Eine Frau sei am Ende gegen ein Schaufenster gedrückt worden und habe beide Beine amputiert bekommen, berichteten Medien übereinstimmend. An dem Schaufenster endete die Fahrt des Mannes.

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Das schwer beschädigte Auto steht im Zentrum von Modena.Der Fahrer war am Samstag (16. Mai 2026) in einem Menschenmenge gefahren.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bezeichnete den Vorfall als „sehr schwerwiegend“. In den sozialen Medien sprach sie den Verletzten und ihren Familien ihre Anteilnahme aus und bedankte sich bei den Bürgern, die den Mann stoppten. Der Mann müsse nun zur Rechenschaft gezogen werden.
Wie Medien berichteten, wurde der Mann in der norditalienischen Stadt Bergamo geboren und wuchs in der Provinz Modena auf. Die Nachrichtenagentur Adnkronos meldete, er sei in der Vergangenheit psychiatrisch behandelt worden. Er soll demnach einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften haben und nicht vorbestraft sein. (dpa)
