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+++ EILMELDUNG +++ Aktuelle Infos Eisige „Elli“ sorgt für Ausnahmezustand

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Schnee, Regen, GlatteisWetterkrimi: Das kommt auf NRW und Köln zu

Aktualisiert

Der Winter hat Köln und ganz NRW fest im Griff. Was zum Wochenende droht.

„Ski und Rodel gut“ – seit Wochenbeginn hat der Winter Köln und ganz Nordrhein-Westfalen fest im Griff. Jetzt rückt Sturmtief „Elli“ an – mit Schnee, Regen und Glatteis im Gepäck.

Trotz Glätte und Schnee auf den Straßen in Nordrhein-Westfalen ist der Verkehr am Morgen meist störungsfrei angelaufen. Dies bestätigten verschiedene Polizeibehörden auf Anfrage.

Schwerer Unfall auf der A2

Einen schweren Lastwagenunfall meldete die Bielefelder Polizei aber auf der A2 bei Herford in Richtung Hannover. Dort kam ein Mensch um Leben, ein 59 Jahre alter Lastwagenfahrer wurde lebensgefährlich verletzt, als sein Sattelzug auf die Mittelleitplanke stürzte.

In Rheinberg am Niederrhein wurde bei einem Unfall ein Streuwagen angefahren. Teils habe es Unfälle mit Autos mit Sommerreifen gegeben. Dabei seien aber überwiegend nur Blechschäden entstanden, meldete die zuständige Kreispolizei Wesel.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte vor allem im Osten von NRW vor Schnee und Glätte bis in den Morgen gewarnt. Ab dem Mittag und am Freitag soll es wieder neu regnen oder schneien. Dabei sei auch überfrierender Regen möglich, so der DWD.

Die NRW-Straßenmeistereien sind mit rund 80.000 Tonnen eingelagertem Salz auf den Winter gut vorbereitet, wie der Landesbetrieb Straßen.NRW mitteilte. Der Betrieb riet Autofahrern, Winterreifen aufzuziehen und für alle Fälle eine wärmende Decke und eine Thermoskanne mit einem Heißgetränk einzupacken.

Deutsche Bahn rechnet wegen Sturmtief „Elli“ mit Einschränkungen

Größere Störungen blieben auch im Bahn- und Flugverkehr weitgehend aus, wie dem Internetportal „Zuginfo-NRW“ und den Seiten der großen NRW-Flughäfen zu entnehmen war.

Die Deutsche Bahn rechnet allerdings in anderen Teilen Deutschlands mit heftigen Einschränkungen – vor allem im Norden und Nordosten. Wie es in einer Mitteilung heißt, erwartet sie in den nächsten Tagen „spürbare Beeinträchtigungen des Bahnverkehrs“. „Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können“, hieß es weiter.

Wetter in NRW: Es bleibt verschneit und rutschig – auch in Köln

Schon am Nachmittag könnte sich die Lage auch in NRW wieder zuspitzen. Laut Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kann es zu leichten Schneefällen kommen. Diese sollen im Tagesverlauf in Regen übergehen. Für Köln gilt auch weiterhin eine amtliche Warnung des DWD vor Glätte und Frost.

Es bleibt auch in den kommenden Tagen verschneit und rutschig. Bei Temperaturen von maximal 4 Grad am Tag und Tiefstwerten von 0 Grad in der Nacht auf Freitag kann es auf den Straßen glatt werden. Hinzu kommen stürmische Böen, die im Hochsauerland zu Schneeverwehungen führen können.

Ein DWD-Meteorologe sprach von „einem echten Wetterkrimi“. Die Deutsche Bahn (DB) kündigte witterungsbedingt bereits Verspätungen und Zugausfälle im Fernverkehr an. Behörden und Meteorologen raten: Wer nicht unbedingt unterwegs sein muss, sollte zu Hause bleiben und das Auto stehen lassen.

„Ich gehe davon aus, dass wir blizzard-ähnliche Verhältnisse haben werden, also wirklich kräftiger Flockenwirbel auch mit starken Sichteinschränkungen“, erklärte NDR Wetterexperte Sebastian Wache.

Der Freitag startet bei Temperaturen zwischen 1 und 5 Grad und mit kräftigen Niederschlägen. Im weiteren Verlauf können die Temperaturen wieder auf bis zu minus 5 Grad abfallen, wodurch es zu Schnee und Glätte kommen kann. Der Samstag erreicht Temperaturen zwischen minus 6 Grad in den Höhenlagen und etwa minus 1 Grad am Rhein. Es kann zu Schneeschauern kommen. (dpa)