Ein Hotelgast fällt in Witten aus dem zweiten Stock und stirbt trotz Reanimierung. Jetzt prüfen Gutachter das Geländer.
Tödliches Drama in NRW-HotelGast stürzt vom Balkon – zehn Meter tief

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In Witten ist ein Hotelgast vom Balkon gestürzt und später gestorben. Deutlich zu sehen: die Balustrade ist abgebrochen.
Zehn Meter tief fiel ein Hotelgast in Witten, für ihn kam jede Hilfe zu spät. Ein 53-jähriger Hotelgast ist am Sonntagabend (1. November) in Witten-Annen (Ennepe-Ruhr-Kreis) von einem Balkon gestürzt und später gestorben. Nach Angaben einer Polizeisprecherin fiel er ungefähr acht bis zehn Meter tief und verletzte sich lebensgefährlich. Unter Reanimationsmaßnahmen wurde er in ein Krankenhaus gebracht, wo er dann starb.
Die Polizei gehe derzeit von einem tragischen Unfall aus, sagte die Polizeisprecherin. Erkenntnissen zufolge war der Mann alleine im Hotel eingecheckt. Gegen 21.20 Uhr seien die Einsatzkräfte zum Unfallort alarmiert worden. Sowohl die Feuerwehr, die Polizei als auch der Rettungsdienst waren vor Ort.
War das Geländer morsch?
Nach Berichten der WAZ handelte es sich bei dem Balkon um einen sogenannten Anleiterbalkon. Solche Balkone sind nicht als Aufenthaltsort gedacht, sondern dienen als möglicher Fluchtweg. Ein Gutachten soll nun prüfen, ob das Holzgeländer des Balkons morsch war.
Balkongeländer in Hotels beschäftigen immer wieder auch die Gerichte. Im Juli 2023 starben in einem Hotel in Linz zwei Gäste, ein 33-jähriger Deutscher und ein 47-jähriger Pole, nachdem sie an ein Geländer gestoßen waren, das daraufhin ausriss. Sie stürzten aus dem zweiten Stock auf den Asphalt.
Der Hotelbetreiber musste sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten und wurde im September 2024 freigesprochen. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass er den Mangel am Geländer hätte erkennen müssen. (dpa/red)
