Nach tödlichem Schuss So geht es jetzt mit der NRW-Kirmes weiter  – Verdächtige flüchtig

Die Polizei am Sonntag, 22. Mai 2022, im Einsatz auf der Kirmes in Lüdenscheid.

Die Polizei am Sonntag, 22. Mai 2022, im Einsatz auf der Kirmes in Lüdenscheid.

Auf einer Kirmes in Lüdenscheid ist am Sonntag ein Mann erschossen worden. Zuvor hatte es einen Streit zwischen Jugendlichen gegeben, die flüchtig sind. Die Polizei setzt nun auf Videomaterial, um die Verdächtigen zu finden.

Nach der Erschießung eines 40-jährigen Passanten in Lüdenscheid dauert die Fahndung nach dem Täter an. Die Ermittler bereiten eine Öffentlichkeitsfahndung auf der Basis von Videomaterial vor, wie die Staatsanwaltschaft in Hagen am Montag (23. Mai) mitteilte.

Aus einer sechsköpfigen Gruppe sollen nach einem Streit Schüsse abgefeuert worden sein, die offenbar einen Unbeteiligten trafen. Die Mordkommission habe bereits mehrere Zeugen vernommen. Aktuell gebe es aber noch keinen konkreten Verdächtigen.

Auf einer Kirmes in Lüdenscheid im Nordwesten des Sauerlandes war es am Samstagabend (21. Mai) zu einer „körperlichen Auseinandersetzung“ zwischen einem 16-Jährigen und der sechsköpfigen Gruppe gekommen. Als der Jugendliche und sein 52-jähriger Vater die Gruppe zur Rede stellen wollte, seien diese in ein Wohngebiet geflüchtet.

Nach tödlichen Schüssen in NRW: Kirmes erhöht das Sicherheitspersonal

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Zwei von ihnen hätten während der Flucht den Angaben zufolge Schüsse aus einer Schreckschusswaffe und aus einer scharfen Schusswaffe abgegeben. Dabei sei der 40-Jährige aus Gummersbach tödlich getroffen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen nun nach Hinweisen zu den jungen Männern, die schätzungsweise zwischen 16 bis 20 Jahre alt sein sollen.

Auf der Kirmes, die trotz des Vorfalls fortgesetzt wurde, sei das Sicherheitspersonal nach dem Vorfall verstärkt worden, teilten die Veranstalter am Montag (23. Mai) mit, „so dass solche Auseinandersetzungen noch besser und schneller erkannt und frühzeitig unterbunden werden können“.

Man sei überzeugt, die Kirmes wie in den vergangenen Jahren friedlich zu Ende bringen zu können, um allen Besuchern nach zweijähriger Pause ein paar schöne, unbeschwerte Stunden auf der Kirmes zu bescheren.

„Wir als Veranstalter bedauern diesen Vorfall zutiefst und bekunden allen Beteiligten und vor allem den Angehörigen des Verstorbenen größte Anteilnahme“, so die Macher der Steinert Kirmes.

Nach Angaben der Polizei haben die Flüchtigen einen „südländischen Phänotyp“. Vier seien dunkel gekleidet gewesen, einer mit einem grauen Jogginganzug, einer mit einem weißen T-Shirt. (dpa)

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