NRW rüstet auf: Das Sirenen-Netz wächst wieder massiv
Im Ernstfall Leben rettenNRW baut das Sirenennetz massiv aus – das ist der Grund

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa
Eine Sirene ist auf einem Dach in Köln zu sehen. (Archivbild)
In Nordrhein-Westfalen wird das Warnsystem massiv verstärkt, damit die Bevölkerung bei ernsten Bedrohungen schnell alarmiert werden kann. Informationen des Innenministeriums aus NRW belegen, dass es im Bundesland derzeit circa 6.600 Sirenen gibt. Das stellt eine Zunahme von ungefähr 250 Anlagen gegenüber dem Stichtag 5. Juni des Vorjahres dar.
Die Entwicklung zeigt steil nach oben. Verglichen mit heute existierten 2017 in ganz NRW lediglich etwa 4.250 Sirenen. Dies entspricht einem Anstieg von gut 55 Prozent, was rund 2.350 zusätzlichen Geräten gleichkommt. Zahlreiche Gemeinden profitierten von Fördergeldern, die für den Neubau oder die technische Überholung der Warnanlagen eingesetzt werden konnten.

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Eine Sirene ragt in den Himmel. (Archivbild)
„Im Notfall muss die Warnung jeden und jede im Land schnell erreichen“, erklärte Herbert Reul, der Innenminister von NRW (CDU). Daher fließe gezielt Geld in die Erweiterung des Netzes. Er bekräftigte: „Ein flächendeckendes Sirenennetz kann neben anderen Warnsystemen im Ernstfall Leben retten“.

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Herbert Reul (CDU), Innenminister von Nordrhein-Westfalen, betont die Wichtigkeit von Sirenen. (Archivbild)
Sirenenabbau nach Ende des Kalten Krieges
Der Nutzen von Sirenen ist vielfältig: Sie dienen zur Warnung vor Naturereignissen wie auch Bränden und können zudem Einsatzkräfte der Feuerwehr zusammentrommeln. Laut dem NRW-Innenministerium gab es bis in die frühen 1990er-Jahre ein bundesweites Warnsystem, dessen ursprünglicher Zweck der Schutz der Menschen vor Angriffen aus der Luft war.
Nachdem der Kalte Krieg beendet war, gab der Bund das Sirenenwarnsystem auf und bot es den Kommunen zur Übernahme an. Von diesem Angebot machten aber nur wenige Gebrauch, sodass damals viele der Anlagen demontiert wurden. (dpa/red)
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