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Bei Großrazzien Zahlreiche Verdächtige festgenommen: Problem häuft sich jetzt in NRW

Eine Beamtin und ein Beamter in Schutzanzügen untersuchen den Tatort nach einer Geldautomatensprengung in NRW.

Bei Großrazzien in Deutschland und in Niederlanden wurden zahlreiche mutmaßliche Geldautomaten-Sprenger festgenommen – NRW ist von den Sprengungen besonders betroffen. Das Bild wurde am 21. April 2020 aufgenommen.

In Nordrhein-Westfalen häufen sich die Vorfälle – aber jetzt gab es bei Großrazzien viele Festnahmen.

Bei einem Großeinsatz gegen Geldautomaten-Sprenger hat es auch Razzien in NRW gegeben. In einem Objekt in Recklinghausen fanden die Ermittler gleich 35 Handys.

Ein internationales Ermittlerteam ist in mehreren Bundesländern und den Niederlanden gegen Geldautomaten-Sprenger vorgegangen.

Großrazzien auch in den Niederlanden

13 mutmaßliche Täter seien über einen längeren Zeitraum festgenommen worden, teilte die Polizei am Mittwoch (29. Juni) mit.

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Die vorerst letzte Festnahme gab es demnach am Dienstag (28. Juni) in der Nähe von Helmond in den Niederlanden.

Zeitgleich durchsuchten rund 100 Beamte 16 Objekte in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Nachbarland.

Deutschland: Razzien gegen Geldautomatensprengungen

Den Festnahmen sind monatelange verdeckte Ermittlungen vorausgegangen, die von der Zentralen Kriminalinspektion und der Staatsanwaltschaft in Osnabrück koordiniert wurden.

Nach derzeitigen Erkenntnissen stehen 17 Mitglieder einer niederländischen Tätergruppierung im dringenden Verdacht, in unterschiedlicher Zusammensetzung insgesamt zwölf Geldautomaten-Sprengungen in Deutschland verübt zu haben, davon drei in NRW. Den Schaden beziffern die Ermittlerinnen und Ermittler auf mehr als vier Millionen Euro.

Geldautomatensprengungen: Auch NRW betroffen

In der Nacht zu Mittwoch (29. Juni) sprengten Unbekannte einen Geldautomaten in Rösrath bei Köln.

Auf einem Zeugenvideo könne man drei Männer sehen, die einen größeren Gegenstand in einen Kombi trugen und Richtung Autobahn 3 flüchteten, teilte die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis mit.

Sprengung bei Köln hinterlässt Riesen-Schaden am Gebäude

Die Polizei nimmt an, dass die Unbekannten die Geldkassette des Automaten mitnahmen.

An dem Gebäude entstand massiver Sachschaden, zeitweise bestand Einsturzgefahr. Gegen Mittag konnten die Bewohnerinnen und Bewohner zurückkehren.

Bei der Aktion am Dienstag (28. Juni) fanden die Beamten unter anderem mutmaßliche Täterkleidung, gestohlene Kennzeichen und mehrere Handys.

In den Niederlanden zogen die Einsatzkräfte zudem ein Auto und ein Motorrad im Wert von etwa 40.000 Euro ein.

NRW: Riesen-Handyvorrat bei Razzia entdeckt

In NRW gab es laut den Ermittlungsbehörden unter anderem eine Razzia in Recklinghausen. Allein dort seien in einem Objekt 35 Handys gefunden worden.

Die Zahl der Geldautomatensprengungen war in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Monaten wieder angestiegen. Das Landeskriminalamt (LKA) macht vor allem Banden aus den Niederlanden dafür verantwortlich.

Geldautomaten in NRW besonders stark betroffen

In den Niederlanden gibt es nur noch wenige Geldautomaten, da die meisten Menschen mit Kreditkarte bezahlen.

Die verbliebenen Automaten sind meist gut gesichert. Die deutschen Ermittlerinnen und Ermittler sehen daher einen „Verdrängungseffekt“, durch den vor allem Geldautomaten in NRW Opfer werden. (dpa, str)

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