Cyber-Alarm in NRW: Kliniken und Behörden im Visier.
Alarmstufe Rot in NRWCyber-Angriffe auf Behörden und Kliniken nehmen dramatisch zu

Copyright: Oliver Berg/dpa
Inzwischen gebe es «eine vollständige Verlagerung krimineller Energie in die digitale Welt», sagte Limbach.
Ein alarmierender Trend in Nordrhein-Westfalen: Immer mehr Cyberattacken zielen auf Behörden, Kliniken und Energieanbieter. Das Justizministerium schlägt Alarm, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. „Angriffe auf unsere kritische Infrastruktur sind zur täglichen Realität geworden“, erklärte Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) in Köln. Anlass war die Präsentation des Jahresberichts von der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW).
Meistens steckt dahinter eine fiese Masche: knallharte Lösegelderpressung, wie ZAC-Chef Markus Hartmann erläutert. Kriminelle nutzen Schadprogramme, um die Daten von Firmen zu sperren. Nur gegen eine hohe Geldzahlung geben die Erpresser die Informationen wieder frei.
Kriminelle agieren immer professioneller
Was die Ermittler besonders beunruhigt: Die Kriminellen agieren immer mehr wie Unternehmen mit verschiedenen Abteilungen. „Was man selbst nicht kann, kauft man sich als Dienstleistung dazu“, beschreibt Hartmann das hinterhältige Geschäftsmodell. So können selbst Leute ohne tiefes Computer-Know-how zu digitalen Erpressern werden.
Und es kommt noch schlimmer: Die Cyber-Verbrecher setzen verstärkt auf Künstliche Intelligenz (KI). „Das erweist sich als Brandbeschleuniger auf Täterseite“, warnte Hartmann.
KI soll Ermittlern bei Kinderpornografie-Fällen helfen
Besonders der Mittelstand ist oft schlecht auf solche Attacken vorbereitet. Dabei zählt im Ernstfall jede Minute. „Zwischen dem Bekanntwerden einer Sicherheitslücke und deren Ausnutzen durch Kriminelle liegen nur wenige Tage“, sagte Hartmann. Er vermutet außerdem eine gewaltige Dunkelziffer, da zahlreiche Firmen aus Scham oder Angst auf eine Anzeige verzichten.
Doch die Technologie ist nicht nur eine Waffe für Kriminelle. Zukünftig soll KI auch den Ermittlern massiv unter die Arme greifen. Geplant ist der Einsatz speziell bei der Auswertung von gigantischen Datenmengen im Zusammenhang mit Kinderpornografie. „Jede Sekunde, die wir durch den Einsatz von KI bei der Auswertung gewinnen, kann für ein Kind den Unterschied bedeuten“, sagte Limbach. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
