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„Vorbild für uns alle“ Krankes Mädchen aus Flut gerettet: Auszeichnung für Kranfahrer (36)

Hendrik Wüst (l, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, überreicht dem Lebensretter Dustin Raatz die Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen.

Hendrik Wüst (CDU) hat Lebensretter Dustin Raatz die Rettungsmedaille für Helfer des Landes NRW verliehen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat Dustin Raatz aus Halver im Sauerland für die Rettung eines schwerkranken Mädchens bei der Flut vor einem Jahr ausgezeichnet.

 „Die Nacht, in der das Hochwasser nach Nordrhein-Westfalen kam, war ein Einschnitt in der Geschichte unseres Landes“, sagte Wüst am Dienstag (12. Juli).

Mitten in dieser Katastrophe seien viele Menschen über sich hinausgewachsen, um andere zu retten. Vor allem der 36 Jahre alte Kranfahrer Raatz sei ein „Vorbild für uns alle“, betonte der NRW-Regierungschef.

NRW: Hendrik Wüst ehrt Retter von Mädchen bei Flutkatastrophe

Am Mittag erhielt der frühere Soldat in einer Feierstunde in Hagen die Rettungsmedaille des Landes für seinen mutigen Einsatz. Raatz hatte Chantal Caspari aus Hagen am 14. Juli 2021 aus dem vom Hochwasser überfluteten Gebiet in Sicherheit gebracht. Er hatte sich zu der damals 13-Jährigen mit einem tonnenschweren Bundeswehr-Lastwagen aus seinem Privatbesitz durch 1,50 Meter hohe Wassermassen gekämpft.

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Das heute 14 Jahre alte Mädchen im Rollstuhl ist auf ein Beatmungsgerät angewiesen, der letzte Akku war fast leer. Mit seinem selbstlosen Engagement habe Raatz das Leben des Kindes gerettet und sich dabei selbst in Lebensgefahr gebracht, betonte Wüst. Bei der Feier waren auch Chantal und ihre Familie anwesend.

Alle anderen Hilfsversuche hatten sich damals als aussichtslos erwiesen, auch die Feuerwehr war nicht mehr durchgekommen. Ein Rettungshubschrauber konnte wegen des Unwetters nicht starten.

Gedenktag der NRW-Flutkatastrophe: Gedenkgottesdienst in Euskirchen

Beim Jahrhunderthochwasser waren am 14. und 15. Juli 2021 allein in NRW 49 Menschen ums Leben gekommen, Landstriche wurden verwüstet, Milliardenschäden verursacht.

Für diesen Donnerstag ist ein ökumenischer Gedenkgottesdienst mit Hinterbliebenen der Opfer, mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und mit Wüst in Euskirchen geplant. (dpa)

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