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Kind (†5) zu Tode misshandelt Mönchengladbach: Schock-Foto, Besucher verlassen Gericht

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Im Prozess um die tödliche Misshandlung eines fünfjährigen Jungen aus Mönchengladbach spricht nun erstmals die angeklagte Mutter (23) über den Fall. Das Foto wurde am 21. Oktober 2020 im Gerichtssaal aufgenommen.

Mönchengladbach – Der kleine Fabio (†5) aus Mönchengladbach war im April vergangenen Jahres tödlich misshandelt worden. Unter Verdacht steht die 23-jährige Mutter und ihr damaliger Freund – seit mehr als drei Monaten läuft nun ein Prozess. Nun äußert sich die Mutter des verstorbenen Kindes erstmals zu den Vorwürfen.

  • Mönchengladbach: Fabio (5) tödlich misshandelt worden
  • 23-jährige Mutter und ihr damaliger Freund vor Gericht
  • Nun spricht die Mutter vor Gericht

Prozess um tödlich misshandelten Jungen: Mutter spricht erstmals vor Gericht

Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines fünfjährigen Jungen aus Mönchengladbach hat sich am Mittwoch (10. Februar) die angeklagte Mutter des Kindes erstmals zu den Vorwürfen geäußert.

In einer von ihrem Verteidiger verlesenen Erklärung bestritt die 23-Jährige, Fabio und seinen zwei Jahre jüngeren Bruder jemals misshandelt zu haben. Es sei zutreffend, dass sie Fabio mal auf die Finger und den Hintern gehauen habe, erklärte die Angeklagte.

In dem seit über drei Monaten dauernden Prozess sind die Frau und ihr damaliger, gleichaltriger Freund angeklagt. Ihm wird Totschlag vorgeworfen, der Mutter Totschlag durch Unterlassen.

„Er war so reizbar“: Mutter von Fabio gesteht Angst vor Ex-Partner

Die junge Frau erklärte, sie habe ihrem Freund zunächst immer geglaubt, wenn er die Verletzungen der Kinder mit Unfällen wie „aus dem Hochbett fallen“ oder „vor die Heizung laufen“ erklärt habe.

Erst knapp einen Monat vor dem Tod von Fabio am 21. April, seien ihr Zweifel gekommen, als ihr fünfjähriger Sohn ein Brillenhämatom hatte, also blaue Flecken um beide Augen herum.

Sie habe sich nicht getraut, ihren Partner darauf anzusprechen, aus Angst vor seinen Reaktionen. „Er war so reizbar“,erklärte sie.

Ursprünglich sollte der Angeklagte am Mittwoch aussagen. Wegen starker Kiefer- und Ohrenschmerzen sei er dazu nicht in der Lage, sagte der Mann.

Gericht zeigt schockierende Fotos – Besucher verlassen den Saal

Im Gerichtssaal war die Stimmung bedrückend. Die Kammer zeigte erschütternde Fotos des kleinen Jungen.

Auf einem großen Bildschirm erkennt man den verletzten Jungen in einem Krankenwagen liegend – der Kopf umgeben von einer Bluchtlache. Zudem sind Risse an den Augen, am Kinn und am Ohr zu erkennen.

Ein anderes Foto zeigte die unzähligen blauen Flecken am Rücken des Kindes – hervorgerufen durch die unzähligen, brutalen Misshandlungsattacken des Angeklagten. Die Rettungskräfte konnten nichts mehr für Fabio tun.

Einige Prozessbesucher ertragen den Anblick der Bilder nicht und verlassen sogar den Gerichtssaal.

Kurz darauf sei es zwischen der Mutter der Angeklagten und dem Vater von Fabios Mutter nach Angaben der „Rheinischen Post“ auf dem Gerichtsflur zu einer Auseinandersetzung gekommen. Die Mutter des Angeklagten versuchte, den Mann zu attackieren. Justizbeamte mussten die Familienangehörigen trennen.

Mönchengladbach: Prozess um tödliche Misshandlung

Fünf Monate nach dem gewaltsamen Tod eines kleinen Jungen in Mönchengladbach hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen die Mutter und deren Lebensgefährten erhoben.

Der Mann soll den Fünfjährigen im April getötet haben, wahrscheinlich mit Faustschlägen gegen den Kopf, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Donnerstag sagte. Der zur Tatzeit 23-Jährige sei wegen Totschlags angeklagt.

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Der damalige Freund der 23-jährigen Mutter soll Fabio (5) gewaltsam misshandelt und getötet haben. Das Foto wurde am 21. Oktober 2020 aufgenommen.

Der gleichaltrigen Mutter wirft die Staatsanwaltschaft Totschlag durch Unterlassen vor – sie soll nicht rechtzeitig Hilfe geholt haben.

Toter Junge (5) in Mönchengladbach: Mutter sprach von Unfall

Die Mutter (23) und der Lebensgefährte hatten von einem Unfall berichtet. Daran glauben Polizei und Staatsanwaltschaft aber nicht. 

Nach Angaben der beiden Verdächtigen sei der Junge aus einem Hochbett gefallen, was zuvor schon einmal passiert sei. So wurden auch die vielfältigen Verletzungen erklärt. Das hatte bereits den Notarzt stutzig gemacht, der daraufhin die Polizei alarmiert hatte.

Mönchengladbach: Stumpfe Gewalteinwirkung bei totem Jungen festgestellt

„Die Vielzahl der Verletzungen war für ihn nicht erklärbar gewesen“, sagte Maren Drewitz, Leiterin der Mordkommission, bereits im April. „Das Kind wurde in der vergangenen Nacht obduziert. Dabei wurde stumpfe Gewalteinwirkung festgestellt, besonders am Kopf des Jungen.“

Die Mutter und ihr Lebensgefährte wurden nachts festgenommen, streiten eine Gewalttat ab. Allerdings haben sie bei der Vernehmung widersprüchliche Aussagen gemacht.

Mönchengladbach: Auch Bruder des toten Jungen soll gestürzt sein

Die Familie lebt in einer Zweizimmerwohnung mit Wohnzimmer (gleichzeitig Schlafbereich der beiden Verhafteten) und Kinderzimmer. Dort soll angeblich auch schon der Bruder (3) des Opfers aus dem Hochbett gestürzt sein. Der Junge befindet sich nun in der Obhut des Jugendamts.

Der Sturz, der letztlich zum Tod des Jungen führte, soll sich bereits am Tag vor der Alarmierung ereignet haben. Sein Zustand habe sich am Tag danach verschlechtert.

All das glauben Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. Über ein mögliches Motiv kann aber bisher nur spekuliert werden. (dpa/jt/vg)