Mega-Schlag gegen Geldwäscher: Auch LKA NRW beteiligt
LKA fängt „dicken Fisch“NRW-Minister Reul über Schlag gegen 336-Mio-Geldwäsche-Ring

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Europol hat Cyber-Kriminellen das Handwerk gelegt. (Archivbild)
Ein internationaler Coup gegen Cyberkriminelle, und das LKA aus NRW mittendrin! Ermittler haben eine riesige Geldwäsche-Plattform zerschlagen. Es geht um Hunderte Millionen Euro.
Internationalen Ermittlern ist ein gewaltiger Erfolg gegen die Cyber-Kriminalität geglückt. Sie haben einen der meistgenutzten Dienste für die Geldwäsche von Kryptowährungen vom Netz genommen. Der Dienst mit dem Namen „AudiA6“ soll zwischen 2022 und 2025 mehr als 336 Millionen Euro gewaschen haben, wie Europol in Den Haag mitteilte.
Bei einer koordinierten Aktion am Mittwoch (10. Juni 2026) wurden in Georgien zwei mutmaßliche Administratoren der Plattform festgenommen, ein ukrainischer und ein russischer Staatsangehöriger. Die Ermittler durchsuchten drei Immobilien, schalteten 25 Domains ab und beschlagnahmten mehr als 30 Server.
80 Autos und Kryptowährungen im Wert von Hunderttausenden Euro beschlagnahmt
Das Ausmaß des illegalen Geschäfts wird bei den Sicherstellungen deutlich: 80 Fahrzeuge und mehrere Immobilien in Georgien wurden konfisziert. Zudem froren die Behörden Kryptowährungen im Wert von 692.000 Euro ein und beschlagnahmten weitere im Wert von über 86.000 Euro. Auch die von dem Netzwerk genutzten Telegram-Konten wurden gesperrt.
Die Behörden gehen davon aus, dass „AudiA6“ eine zentrale Drehscheibe für Erpresser und andere Cyberkriminelle war. Hier konnten sie ihre gestohlenen digitalen Vermögenswerte zu Geld machen, ohne dass die Behörden die Spur zurückverfolgen konnten.
NRW-Innenminister Reul: „Früher oder später steht die Polizei vor der Tür“
Der entscheidende Hinweis kam offenbar aus Polen. Bereits am 15. September 2025 hatte die polnische Polizei einen Ukrainer festgenommen. Bei den damaligen Durchsuchungen wurden laut Europol Hinweise gefunden, die zur Identifizierung weiterer Verdächtiger führten.
An der kürzlich erfolgten internationalen Polizei-Aktion waren neben Ermittlern aus den USA, Australien, Kanada, Frankreich, der Schweiz und Großbritannien auch das Bundeskriminalamt sowie das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen beteiligt. Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) jubelte: „Europol ist unter Beteiligung des LKA Nordrhein-Westfalen ein dicker Fisch ins Netz gegangen.“
Dies sei nur mit intensiver Vorbereitung, hartnäckigen Ermittlungen und viel Einsatzbereitschaft möglich. Reul schickte eine klare Warnung an alle Kriminellen: „Wer glaubt, ungestört eine Geldwäscheplattform betreiben zu können, der hat keine Ahnung. Früher oder später steht die Polizei vor der Tür - und manchmal auch, weil Sicherheitsbehörden weltweit beteiligt sind.“ (dpa/red)
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