Furchtbarer Vorfall in Witten nahe Bochum: Ein Vater ist auf seine Familie mit einem Messer losgegangen.
Großeinsatz in NRWVater tötet Kind – Mutter und Schwester außer Lebensgefahr

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Zahlreiche Kräfte von Polizei und Rettungsdiensten sind in einer Straße in Witten im Einsatz. Eine Mutter und ihre Kinder sollen verletzt worden sein.
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In Witten (NRW) nahe Bochum ist ein Vater auf seine Familie mit einem Messer losgegangen. Der Vorfall löste am Samstagvormittag (28. März) einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften aus. Der tatverdächtige Vater (40) der Kinder wurde festgenommen. Er soll noch am Sonntag einem haftrichter vorgeführt werden.
Bei der gewalttätigen Auseinandersetzung ist ein 13-Jähriger durch die Messerstiche getötet worden. Die Mutter (38) und seine neunjährige Schwester wurden schwer verletzt. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur.
13-Jähriger stirbt nach Messerstecherei in Witten
Ein erster Notruf sei um 10.29 Uhr eingegangen. Zuerst hatten „Bild.de“ und „Der Westen“ übereinstimmend über den Angriff berichtet. Nach Angaben der Polizei hatte es einen Streit in einem Wohnhaus gegeben, der sich dann auf die Straße verlagerte.
Dort sei der 13-Jährige trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen den Berichten zufolge gestorben. Die Schwester und ihre Mutter wurden vor Ort von Notärzten und Rettungskräften versorgt und mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Am Sonntagvormittag teilte Jan Finke, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum, mit: Die 38 Jahre alte Mutter und die neunjährige Tochter sind inzwischen außer Lebensgefahr. Beide würden noch immer im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelt, seien aber stabil, hieß es.
Das Motiv ist laut Polizei unklar. Weitere Details und Hintergründe sind bislang nicht bekannt. Nach Angaben des Sprechers wurde eine Mordkommission eingerichtet.
Das Gebäude sei weiträumig abgesperrt worden, auf der Straße waren nach der Tat Blutspuren zu sehen. Auch ein Hubschrauber wurde laut WDR gesichtet. Bewohner würden von Rettungskräften betreut.
Die „Bild“ zitiert Zeugen über die Festnahme des tatverdächtigen Vaters mit den Worten: „Seine Hände waren blutverschmiert. Er lag, von zwei Polizisten bewacht, gefesselt auf dem Boden.“
Die Ermittler sind weiterhin vor Ort. „Wir warten auf die Spurensicherung“, sagte der Sprecher. Die Ermittlungen dauern an. (oke, mit dpa)
