Befürchtungen wahr geworden Bombe im Kölner Süden aufgegraben

Bewohner behindern Einsatz Stundenlange Verzögerung bei Brücken-Sprengung in Flut-Gebiet

Das Hochwasser hat erhebliche Schäden in der Eifel angerichtet.

Das Hochwasser hat erhebliche Schäden in der Eifel angerichtet.

Eine Brücke sollte am Sonntag in Bad Münstereifel gesprengt werden. Hochwasserschäden. Doch Anwohner behinderten den Einsatz. Sie missachteten die Evakuierung.

Bad Münstereifel. Eine vom Hochwasser stark beschädigte Eisenbahnbrücke zwischen Bad Münstereifel und Euskirchen ist am Sonntag gesprengt worden.

Zwei Detonationen waren notwendig, um die Reste der Brücke zu beseitigen, wie eine Sprecherin der Stadt Bad Münstereifel am Sonntag mitteilte. Schließlich konnte die Evakuierung umliegender Gebäude aber aufgehoben werden.

Anwohner missachten Evakuierung in Bad Münstereifel

Die Arbeiten hatten sich demnach verzögert, weil nach der ersten Sprengung mehrere Menschen in das Evakuierungsgebiet zurückgekehrt waren.

„Wir mussten Trupps der Polizei und der Bundeswehr noch einmal in die Ortsteile schicken, damit sie von Tür zu Tür gehen. Das dauert natürlich“, so die Sprecherin.

Brücken-Sprengung in Bad Münstereifel: Rund 2000 Menschen betroffen

Am Sonntagmorgen waren alle Gebäude im Umkreis von einem Kilometer evakuiert worden. Rund 1500 bis 2000 Menschen waren betroffen, wie ein Sprecher der Polizei Euskirchen am Samstagabend sagte. Für sie wurden mehrere Sammelstellen eingerichtet.

Die Eisenbahnbrücke verlief zwischen den Ortslagen Kirspenich in Bad Münstereifel und Kreuzweingarten in Euskirchen über der Erft. Nach der Hochwasserkatastrophe vor mehr als zwei Wochen waren nur noch die Schienen übrig, die unter starker Spannung standen.

Da Experten durch den für die kommende Woche angekündigten Regen einen Hangrutsch befürchten und der Hang gesichert werden muss, war eine kontrollierte Sprengung durch das Technische Hilfswerk beschlossen worden.

Kreis Euskirchen schwer von Flutkatastrophe betroffen

Der Kreis Euskirchen gehörte bei der Flutkatastrophe am 14. und 15. Juli zu den am schwersten betroffenen Gebieten in NRW. Dort kamen insgesamt 15 Menschen ums Leben. Zahlreiche Häuser wurden zerstört.

Nur mit aller größter Not konnten die Einsatzkräfte vermeiden, dass der Damm der Steinbachtalsperre bricht und die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb überflutet. Auch in Bad Münstereifel dauern die Aufräumarbeiten nach der Katastrophe noch immer an.

Insgesamt waren bei dem Hochwasser im Westen Deutschlands mehr als 180 Menschen ums Leben gekommen. Die Bundesregierung hat mittlerweile Soforthilfen von rund 200 Millionen Euro zugesichert, um die Schäden zu beseitigen und die betroffenen Gebiete wieder aufzubauen. (pvr, jv, dpa)

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