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Gas-Explosion in Eschweiler21-jähriger Verdächtiger in U-Haft

Die Trümmer sind inzwischen weggeräumt. Aber die Hintergründe sind weiter unklar, die Ermittler schweigen: Zwei Tage nach der Explosion in einem Wohn- und Geschäftshaus in Eschweiler sitzt nun ein 21-Jähriger in U-Haft.

Seit der Gas-Explosion am 30. März 2023 schweben vier Menschen in Lebensgefahr, darunter auch ein Säugling. Die Staatsanwaltschaft in Aachen hat am 01. April 2023 einen 21-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.

Gegen den Beschuldigten sei Haftbefehl unter anderem wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Mordes erlassen worden. Zu Hintergründen und möglichen Motiven dauerten die Ermittlungen an. Der Beschuldigte ist laut Staatsanwaltschaft Deutscher.

21-Jähriger sitzt wegen versuchten Mordes in U-Haft

Durch die Detonation wurden in einem ganzen Straßenzug Schaufenster gebrochen und Fassaden beschädigt. Auch das Innere von Läden wurde verwüstet. Die Straße war übersät mit Scherben, Schaufensterpuppen und Trümmern. Bis zu 25 Ladenlokale in der Umgebung waren getroffen. Die zerstörerische Druckwelle betraf vor allem das Erdgeschoss der Häuser. In den oberen Stockwerken der Gebäude gingen die Glasscheiben zu Bruch.

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Die Ermittler erklärten, zu Hintergründen und dem Motiv des 21-jährigen Tatverdächtigen dauerten die Ermittlungen noch an. Ihm werden auch gefährliche Körperverletzung und besonders schwere Brandstiftung zur Last gelegt. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden keine weiteren Angaben gemacht.

Die Bürgermeisterin der Stadt, Nadine Leonhardt, berichtete im Radiosender WDR 5 über die Lage: „Die Stadt steht wirklich unter Schock“. Eine sehr beliebte Geschäftsstraße sei betroffen. Nach der Hochwasserkatastrophe vor knapp zwei Jahren sei man nun in der nächsten Krise. Einige Geschäfte hätten gerade erst wiedereröffnet.

Stadt in Schock-Zustand

„Die Verzweiflung und der Schock stehen den Menschen ins Gesicht geschrieben“, sagte Leonhardt. Die Stadt habe zwei 24-Stunden-Hotlines eingerichtet. Eine sei für diejenigen, die die Explosion erlebt und Umgang mit Verletzten gehabt hätten. Die zweite Hotline gebe Hinweise für Geschäftsleute, die Handwerker benötigten.

Am Ort der Explosion beendete die Feuerwehr unterdessen die Brandwache. „Der Regen kommt uns zugute“, sagte ein Sprecher der Kommune. Die Straße sei wieder frei. Dort wurde ein Container für Trümmer aufgestellt. Zerstörte Schaufenster waren mit Holzbrettern zugenagelt. Auch Glaser waren vor Ort. Vor dem Haus, von dem die Explosion ausging, standen Absperrgitter.

Kein Anwohner sei obdachlos, erklärte der Stadtsprecher. Teils seien Verletzte noch im Krankenhaus. Die anderen Anwohner seien alle untergekommen. Die Staatsanwaltschaft machte mit Verweis auf die Privatsphäre der Betroffenen keine weiteren Angaben zu Verletzten. (dpa)