Nach Corona-Pause Streit um die Braunkohle geht weiter – Erkelenz betroffen

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Am Ortseingang von Keyenberg in Erkelenz steht ein Schild mit der Aufschrift "Ja zur Heimat, Stop Rheinbraun". 

Düsseldorf – Nach einer Pause wegen der Corona-Epidemie haben Anwohner am Tagebau Garzweiler den Kampf um den Erhalt ihrer fünf bedrohten Dörfer wieder aufgenommen.  Die Dorf Lützerath und das Dorf Keyenberg in Erkelenz trifft es besonders hart.

RWE habe im Schatten der Corona-Epidemie schnell Fakten geschaffen, warf die Initiative dem Konzern vor: Die Bagger im Tagebau Garzweiler hätten sich in schwindelerregendem Tempo in Richtung des Dorfes Keyenberg gegraben, stellte die Initiative „Alle Dörfer bleiben“ fest.

Demonstrationen wurden abgesagt 

In Lützerath würden die ersten Häuser abgerissen. Das Verwaltungsgericht Aachen hatte eine für Donnerstagabend geplante Demonstration wegen Bedenken zur Einhaltung der Mindestabstände untersagt.

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RWE entgegnete, Tagebaubetrieb und Abrissarbeiten liefen auf Grundlage rechtlicher Genehmigungen und energiepolitischer Weichenstellungen. In der Kohle-Einigung von Bund und Ländern sei die energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Tagebaus Garzweiler inklusive der Umsiedlung der fünf Dörfer festgehalten worden. Die Kohle unter den betroffenen Dörfern werde bereits von 2024 an benötigt. 

Umweltverband fordert unabhängiges Gutachten 

Der Umweltverband BUND forderte ein unabhängiges Gutachten zu der Frage, welche Kohlemengen in Bezug auf klimapolitische Vorgaben noch gefördert werden dürfen. Die an die Dörfer herangerückten Bagger seien eine Provokation, die bei der anstehenden Diskussion über die neue Leitentscheidung nicht förderlich seien. 

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Die Landesregierung will die Leitentscheidung für das Rheinische Revier wie geplant bis zum Jahresende an die neuen Kohlebeschlüsse anpassen. „Die Region braucht Klarheit in Bezug auf die neuen Tagebaugrenzen“, teilte das Ministerium mit. 

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