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Corona-Studie aus Heinsberg Laschet stellt erste Lockerungen in Aussicht

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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet stellt Lockerungen in der Corona-Verordnung in Aussicht.

Düsseldorf – Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) erhielt am Donnerstag, 9. April, vom Bonner Virologen Hendrik Streeck erste Zwischenergebnisse der Coronavirus-Feldstudie über den Kreis Heinsberg.

Danach deutet alles darauf hin, dass nach dem Ende der Osterferien erste Lockerungen der Maßnahmen möglich sind.

Zudem sprachen die Politiker und Experten bei der Pressekonferenz über Immunität und erläuterten, wie knapp Heinsberg im Zuge der Corona-Pandemie an einer Katastrophe vorbeigeschlittert ist.

Bei uns konnten Sie die Pressekonferenz kostenlos und live im Stream verfolgen. Das Video können Sie sich oben noch einmal anschauen.

Wir fassen die wichtigsten Punkte der Pressekonferenz für Sie zusammen (chronologisch absteigend)

  • Der kommende Mittwoch wird ein spannender Tag. Dann entscheiden Bund und Länder, wie es weitergeht. Auch bei Laschet ist deutlich rauszuhören, dass Lockerungen nach den Osterferien angedacht sind. Ob das funktioniert, wird aber von der Disziplin der Bevölkerung abhängen.
  • Laschet: „Wir wussten wenig und haben die sicherste Methode gewählt. Die Deutschen haben in den letzten Wochen gelernt worauf es ankommt."
  • Jetzt steht wieder Laschet am Pult. Er stellt noch einmal klar, dass die anstehenden Entscheidungen in Sachen Kitas und Schulen einvernehmlich unter den Ländern sein soll.
  • Streeck: „Mit einem anderen Test kommen wir auf eine Immunität von 20 Prozent, aber wir rechnen konservativ."
  • Bei der Frage nach der Dunkelziffer bei den Infizierten, ob sie sogar fünfmal so hoch liegt wie die Zahlen, die bisher bekannt sind, kann niemand eine schlüssige Antwort geben.

Coronavirus: Phase 2 steht bevor

  • Hartmann: Bei 60 bis 70 Prozent Herden-Immunität verschwindet das Virus komplett aus der Population. Dann sind auch die Älteren nicht mehr gefährdet.
  • Professor Hartmann: Immunität hält nach bisherigen Erkenntnissen zwischen sechs und 18 Monaten an.
  • Nach Aussagen aller Beteiligten steht die Phase 2, in der die bisherigen Maßnahmen leicht zurückgefahren werden, offenbar für die Zeit nach dem 19. April bevor.
  • Professor Gunther Hartmann spricht über die Zahlen von Gangelt. „Die 15 Prozent sind nicht so weit weg von den 60 Prozent, die wir für die Herdenimmunität brauchen."
  • Er mahnt die strenge Einhaltung der Hygiene-Maßnahmen an.
  • Professor Martin Exner spricht jetzt. Er stellt klar, dass Risikogruppen auch bei Lockerungen maximal geschützt werden müssen.

Heinsberger Landrat Pusch: „An riesengroßer Katastrophe vorbei"

  • Streeck erläutert eine 4-Phasen-Strategie: Erstens Quarantänisierung, zweitens das Lernen in Sachen hygienisches Verhalten, drittens das Zurückfahren unter Berücksichtigung des hygienischen Verhaltens, viertens Herbeiführung des Zustands vor Beginn der Krise.
  • Streeck: „Diese Immunität sorgt für eine Verlangsamung der Ausbreitung."
  • 15 Prozent der Menschen in Gangelt haben die Infektion durchgemacht und besitzen nun Immunität.
  • Jetzt steht Streeck am Pult. Er erläutert die Studie, an der über 400 Haushalte in Gangelt teilgenommen haben.
  • Pusch: „Sind an einer riesengroßen Katastrophe vorbeigeschlittert." Hätte man das Ausmaß zwei Wochen später erkannt, wäre es furchtbar geworden.
  • Heinsbergs Landrat Stephan Pusch bedankt sich bei der Heinsberger Bevölkerung. Über 80 Prozent der Menschen haben an der Studie teilgenommen
  • Laschet: Erkenntnisse sollen unsere politischen Entscheidungen unterstützen.
  • Laschet eröffnet und erläutert noch einmal den Dreiklang der Ziele: Verlangsamung des Virus, Ausbau des Gesundheitssystems und Abfederung der Folgen der Pandemie.
  • Laschet, Streeck und auch der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), wollen ab etwa 10.30 Uhr in Düsseldorf informieren

Studie in Heinsberg: Deshalb ist sie so wichtig

Streeck untersucht derzeit im Auftrag der NRW-Landesregierung, wie sich das Coronavirus im besonders betroffenen Kreis Heinsberg ausgebreitet hat. Dafür ist sein Team vor allem in der Gemeinde Gangelt unterwegs. Der erste bestätige Corona-Patient in NRW kommt von dort. Die Wissenschaftler nehmen Blutproben, machen Rachenabstriche und untersuchen zum Beispiel auch Türklinken. Ein Ziel ist es, aufzuklären, wie viele Menschen sich unbemerkt infizieren.