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Update

Seit Monaten auf der FluchtVerdächtiger (21) in Habgier-Mord an NRW-Flughafen geschnappt

Zwei Kräfte der Bundespolizei stehen in einem Flughafengebäude.

Am Flughafen Düsseldorf hat die Bundespolizei (Archivfoto) am Mittwoch (7. Januar 2026) einen Mordverdächtigen festgenommen. 

Aktualisiert

Ein Mann, nach dem monatelang europaweit gefahndet wurde, ist der Bundespolizei in Düsseldorf ins Netz gegangen. 

Ein halbes Jahr ist ein Mann (21) auf der Flucht gewesen. Erfolgreich, obwohl er mit europäischem Haftbefehl wegen Mordverdachts gesucht wurde. Jetzt beging er einen folgenschweren Fehler – er stieg in ein Flugzeug ...

Wie die Bundespolizei am Donnerstag (8. Januar) mitteilte, ist der 21-Jährige am Mittwochmorgen am Düsseldorfer Flughafen bei der Einreisekontrolle verhaftet worden.

Laut Bundespolizei kam der Gesuchte mit einem Flieger aus Cukurova/Türkei und wollte nach Deutschland einreisen. 

„Im Juli 2025 hatte das Amtsgericht Duisburg einen europäischen Haftbefehl wegen Mordverdachts gegen den Beschuldigten erlassen“, erklärte Bundespolizeisprecherin Daniela Maaßen. Diesem sei zu entnehmen gewesen, dass er im Juni 2025 am gemeinschaftlichen Mord eines Mannes beteiligt gewesen sein soll. 

Fahndung nach Habgier-Mord in Hamminkeln

Am 21. Juni war ein 61-Jähriger tot im Keller eines Familienhauses in einem schickeren Wohnviertel in Hamminkeln gefunden worden. Wenige Wochen später gelang es dem Team der Mordkommission, drei (18 bis 22) von vier dringend Tatverdächtigen zu identifizieren. Am 16. Juli erfolgte schließlich die Festnahme des Trios aus Bocholt. 

Am Freitag (9. Januar) beginnt gegen die drei Heranwachsenden der Prozess vor dem Landgericht Münster. Es geht um Mord aus Heimtücke, Habgier und zur Ermöglichung einer anderen Straftat. Die Anklage wirft ihnen vor, ihr Opfer gezielt geködert und getötet zu haben. Das „Bocholter Borkener Volksblatt“ berichtet von einem „Treffen mit Sex und Kokain als Vorwand“.

Warum der vierte Tatverdächtige jetzt trotz europäischem Haftbefehl aus der Türkei zurück nach Deutschland kam, ist unklar. Gut möglich, dass er anwaltlich beraten wurde – dass es klüger wäre, sich zu stellen. 

Dem im Kreis Borken lebenden 21-Jährigen wurde der Haftbefehl durch die Bundespolizei eröffnet und anschließend an die zuständigen Behörden überstellt. (iri)