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Massen fluten Düsseldorf Polizei-Einsatz mit Hundertschaften, Stimmung aggressiv

düsseldorf innenstadt

Massen drängen am Samstag (29. Mai) bei warmem Frühlingswetter durch die Düsseldorfer Altstadt.

Düsseldorf – Es ist so eine Sache mit der zurückgewonnenen Freiheit. Am ersten sonnigen Wochenende nach Wiedereröffnung der (Außen-)Gastronomie sorgten die Altstadtgänger für ein Gefühl der Rückkehr zur Normalität in Düsseldorf. Leider sorgten Unverbesserliche auch an aller Orten für Blaulicht.

  • Erstes sonniges Wochenende mit Gastro-Öffnung in Düsseldorf
  • Viele halten sich an die Corona-Regeln
  • Aber es waren auch Einsätze der Polizei mit Hundertschaften nötig

Ein frisch gezapftes Altbier vor dem Brauhaus oder an der Lieblingskneipe – dafür ließen sich die Düsseldorfer gern an einer der vielen Teststationen in der Altstadt ein Stäbchen in Nase oder Rachen stecken.

Gute Stimmung vor Kneipen, Chaos auf Düsseldorfer Straßen

Während vor den Gastro-Betrieben alles gesittet zuging, sah das auf den Straßen leider anders aus. Die Polizei war mit Unterstützung von Hundertschaften an beiden Wochenendtagen bis zum frühen Morgen im Einsatz.

düsseldorf mit riesenrad

Zahlreiche Menschen laufen am Samstagabend (29. Mai) an der Rheinpromenade.

Anscheinend waren einigen die zurückgewonnenen Freiheiten zu Kopf gestiegen: „Insbesondere in der Nacht zu Sonntag (30. Mai) wurde die Stimmung am frühen Morgen aggressiver. Es kam immer wieder zu verbalen Streitigkeiten und körperlichen Auseinandersetzungen von Personengruppen, die letztlich durch die ständige Anwesenheit der Einsatzkräfte und deren konsequentes Einschreiten eingedämmt werden konnten“, sagt ein Polizeisprecher.

Polizei Düsseldorf muss immer wieder Personenansammlungen auflösen

„Zugleich unterstützte die Polizei die Beamtinnen und Beamten des Ordnungsamtes bei der Überwachung der geltenden Allgemeinverfügung. Während sich der Großteil der Menschen an die Regeln hielt, mussten dennoch viele Besucher auf das geltende Alkoholkonsum- und Verweilverbot hingewiesen werden. Größere Personenansammlungen lösten sich nach offensiver Ansprache durch die Einsatzkräfte auf.“

Polizei Düsseldorf und Ordnungsamt ziehen Bilanz nach Wochenende

Die Bilanz von Polizei und Ordnungsamt (OSD): 180 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung verbuchte der OSD von Freitag bis Sonntag. 354 Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Allein am Freitag wurden 101 Verstöße gegen die Maskenpflicht geahndet, 36 davon am Rheinufer.

Am Samstag stellten Einsatzkräfte des OSD vor einer Altstadtkneipe fest, dass die Mindestabstände nicht eingehalten wurden und kein Kontaktprotokoll geführt wurde. Zudem konnte der Inhaber aufgrund technischer Probleme mit seinem Handy kein negatives Testergebnis vorweisen. Einige Gäste wurden der Terrasse verwiesen.
Besonders an der Rheinuferpromenade mussten zu späterer Stunde mehr als 1000 der überwiegend jugendlichen Besucher auf die Maskenpflicht sowie auf das Verweil- und Alkoholkonsumverbot aufmerksam gemacht werden. Größere Personenansammlungen wurden aufgelöst, es gab Platzverweise.

Am Sonntag stellte der OSD in einer Altstadtkneipe fest, dass die Kontaktdatenlisten nicht korrekt geführt wurden. Zudem konnte das Personal keinen negativen Test vorweisen. Die Gäste wurden nicht zu ihren Sitzplätzen gebracht, die Plätze nicht gereinigt. Sichtbare Infos zum Infektionsschutzgesetz lagen nicht aus, die Mindestabstände in den Warteschlangen wurden nicht eingehalten. Der Verantwortliche musste den Betrieb schließen.

Massenandrang hatte auch Einfluss auf Verkehr in Düsseldorf

Die hohe Besucherzahl insgesamt sowie die Sperrung der Königsallee wirkten sich auch auf den umliegenden Verkehr aus, so dass es im gesamten Umfeld zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kam.

Insbesondere am Samstag herrschte schon in den frühen Nachmittagsstunden reger Zulauf in den Altstadtbereich, der den Verkehr dort zeitweise nahezu zum Erliegen brachte.