Düsseldorfer Veranstaltungen abgesagt Corona: Katastrophe für Messebauer

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Holger Niewind, Geschäftsführer der Hildener Firma „Aventem".

Düsseldorf/Hilden – Die Messe Düsseldorf hatte am Wochenende aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus’ alle Eigenveranstaltungen im März abgesagt und auf bisher unbekannte Zeit verschoben. Es betrifft die Messen ProWein, wire, Tube, Beauty, Top Hair sowie die Energy Storage Europe.

Damit folgte die Messe Düsseldorf der Empfehlung des Krisenstabs der Bundesregierung, bei der Risikobewertung von Großveranstaltungen die Prinzipien des Robert-Koch-Instituts zu berücksichtigen.

„Aufgrund dieser Empfehlung und der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl von Infizierten auch in Europa hat die Messe Düsseldorf die Lage neu bewertet. Hinzu kommt die Verunsicherung zahlreicher Aussteller und Besucher der Veranstaltungen im März und die komplizierte Reisesituation insbesondere für internationale Kunden“, erklärte die Messe Düsseldorf dazu, die zeitnah über alternative Messetermine beraten wird. Schon am Montag fand in der Messe-Verwaltung eine Krisensitzung statt.

Messebauer aus Hilden: Absagen der Veranstaltungen wirtschaftlich ein Desaster

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Die Absage der Veranstaltungen stellt nicht nur Aussteller und Kunden vor neue Herausforderungen. „Für uns ist es eine Katastrophe“, sagt Holger Niewind (52), Geschäftsführer von „Aventem“. Das Hildener Unternehmen ist veranstaltungstechnischer Dienstleister, darüber hinaus zuständig für Standaufbau, Bühnenbau, Licht-, Ton-, Medien- und Bildtechnik.

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Nicht nur für Messen, sondern für jegliche Art von Events. Im Jahr bestückt Aventem über 600 Veranstaltungen in ganz Europa, 300 davon sind Großveranstaltungen. „Aktuell ist es so, dass wir seit vergangenem Dienstag täglich nur noch LKW abladen, statt sie zu beladen. Täglich kommen Absagen rein. Es findet nichts mehr statt, außer Konzerten. Im März fallen dadurch 100 Prozent unserer Aufträge weg. Das, was noch bestellt wurde, muss zwar noch von den Kunden bezahlt werden. Aber wenn keine Bestellungen mehr reinkommen, liegt das Problem dann bei uns.“ Wirtschaftlich ein Desaster.

Unternehmer fürchtet, Kurzarbeiter einsetzen zu müssen

Holger Niewind: „Das geht von finanziellen Einbußen bis hin zur Existenzbedrohung.“ 57 Mitarbeiter hat Aventem, es herrsche ein sehr familiäres Arbeitsklima. „Auf einem Projekt arbeiten 50 feste Leute, der Rest sind freie Techniker.“ Wenn es weiterhin zu Veranstaltungsabsagen kommen sollte, würde man so vielleicht noch drei Monate weiter machen können. „Es wird dann aber wohl kein Weg daran vorbei gehen, Kurzarbeiter einzusetzen.“ Er hofft, dass die Lage sich entspannt. „Wichtig ist jetzt, dass die Situation gelöst wird und das Virus behandelbar wird."

Die Absagen der Veranstaltungen wegen des Coronavirus' – eine Versicherung für so einen Fall habe er nicht. „Gibt es so etwas überhaupt?", fragt er. „Da ist die Politik gefragt.“ Der VPLT (Verband für Medien- und Veranstaltungstechnik) bereitet derzeit die notwendigen verbandspolitischen Instrumente vor, um bei Bund, Ländern und Kommunen sowie der EU die notwendigen Unterstützungsmaßnahmen anzufordern.

Viele Aussteller befürworten die Verschiebung der Düsseldorfer Messen

Auch die Aussteller rechnen mit Umsatzeinbußen. Günter Krause, Geschäftsführer von „Xtreme Lashes“ und den Düsseldorfer Wimpernverlängerungs-Salons „Neyes“, wäre mit einem Stand auf der „Beauty“ vertreten gewesen. „Der Stand wurde gebucht und bezahlt. Er kostet uns etwa 20.000 Euro an Standgebühr“, sagt er. Dennoch: Er gehört zu den Ausstellern, die die Verschiebung der Messe begrüßen.

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Günter Krause, Geschäftsführer von „Xtreme Lashes" und der „Neyes Beauty GmbH", ist ein guter Bekannter von Sophia Vegas, die sich regelmäßig bei ihm die Wimpern verlängern lässt.

„Wir hatten von uns aus schon zwei Tage vor der offiziellen Absage entschieden, wegen des Coronavirus’ nicht an der Messe teilzunehmen. Wir hatten es auch schon unseren Kunden mitgeteilt. Ich habe 25 Mitarbeiter auf dem Stand. Ich wollte die Verantwortung nicht übernehmen. Wenn auch nur einer aus der Messehalle infiziert gewesen wäre und dann alle anderen 14 Tage in Quarantäne gemusst hätten.... Ich bin froh, dass die Messe verschoben wurde. Auch wenn wir dadurch Umsatzeinbußen hatten etwa für Drucksachen, die danach nicht mehr aktuell sind.“

Auch als Großhändler hat er Einbußen. „Wir haben auch Lieferanten aus China, die derzeit nicht liefern können, weil die Mehrheit der Belegschaft nicht zur Arbeit gehen kann", erklärt er. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen weltweit durch das Coronavirus werden enorm sein."

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