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Kosten um 50 Mio. Euro reduzierenDüsseldorfer Flughafen vor drastischem Stellenabbau

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Reisende im August 2020 am Flughafen Düsseldorf.

Düsseldorf – Der Düsseldorfer Flughafen rechnet angesichts der Corona-Krise nur mit einem langsamen Wiederanstieg der Passagierzahlen und plant deshalb einen deutlichen Stellenabbau.

  • Flughafen Düsseldorf steckt in der Corona-Krise
  • Kosten sollen um 50 Millionen Euro reduziert werden
  • Wieviele Stellen abgebaut werden, ist noch unklar

Flughafenchef Thomas Schnalke sagte am Dienstag, der Airport müsse seine operativen Kosten einschließlich der Personalaufwendungen um rund 15 Prozent oder 50 Millionen Euro reduzieren, um in Zukunft ein wirtschaftlich stabiles Fundament zu haben.

Wie viele der derzeit noch 2300 Stellen dadurch gefährdet sind, sagte er allerdings nicht. Genaue Pläne sollen erst im Dezember vorliegen.

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Flughafen Düsseldorf schließt Kündigungen nicht aus

Der Flughafen wolle den Stellenabbau sozialverträglich durchführen und plane dazu auch Abfindungsangebote, sagte Schnalke. Doch schloss er betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

Nordrhein-Westfalens größter Flughafen leidet wie die gesamte Luftfahrtbranche unter den Auswirkungen der Pandemie. Derzeit verzeichne der Airport gerade einmal 30 Prozent des Verkehrsvolumens und sogar nur 20 Prozent des Passagieraufkommens des Vorjahres.

„Das ist weit davon entfernt, womit ein Flughafen wirtschaftlich betrieben werden kann“, sagte Schnalke. Die aktuellen monatlichen Verluste des Airports bezifferte er auf 20 bis 30 Millionen Euro. Rund die Hälfte der Mitarbeiter sei noch in Kurzarbeit.

Mit einer schnellen Besserung der Situation rechnet Schnalke nicht. Ein signifikanter Anstieg der Passagierzahlen sei wohl frühestens in den nächsten Sommerferien zu erwarten. Und das Niveau des Vorkrisen-Jahres 2019 werde wohl erst im Jahr 2025 wieder erreicht werden, prognostizierte er.

Flughafen Düsseldorf bekommt Corona-Darlehen

Die Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus und die Quarantänepflicht bei Reisen in Risikogebiete verderben nach seinen Worten vielen Bundesbürgern derzeit die Lust an Flugreisen.

Um die Durststrecke zu überwinden, hat die Flughafengesellschaft von ihren Gesellschaftern ein nachrangiges Darlehen in Höhe von 100 Millionen Euro zugesagt bekommen. Zusätzlichen Spielraum verschafft dem Airport ein mit einer Landesbürgschaft abgesichertes Darlehen von 250 Millionen Euro, das am Dienstag freigegeben wurde.

Der Flughafen stehe damit auf einer soliden Finanzbasis und sei bis 2022 oder 2023 komplett durchfinanziert, betonte Schnalke.

An seinen umstrittenen Plänen zur Kapazitätserweiterung hält der Düsseldorfer Flughafen trotz der derzeitigen Flaute im Luftverkehr fest. Die zusätzlichen Kapazitäten würden dringend benötigt, wenn der Luftverkehr nach der Corona-Krise wieder auf Wachstumskurs zurückkehre.

Damit rechnet Schnalke fest: „Denn die Reiselust der Menschen ist ungebrochen.“ (dpa)