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Ausfälle Düsseldorfer Messen Wegen Coronavirus: Tote Hose in den Bordellen

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Leere Liege: Ein Massageraum im Saunaclub Magnum in Erkrath bei Düsseldorf.

Düsseldorf/Erkrath – Die Absagen und Verschiebungen bedeutender Messen und wichtiger Veranstaltungen in Düsseldorf wegen des Coronavirus’ – viele Branchen werden dadurch in Mitleidenschaft gezogen.

Nicht nur Hotellerie, Gastronomie, Taxiunternehmen, Veranstalter, Messebauer und Einzelhändler haben dadurch extreme finanzielle Einbußen (hier lesen Sie mehr). Auch das älteste Gewerbe der Welt leidet darunter. In den Bordellen in und um Düsseldorf herrscht tote Hose. EXPRESS sah sich im Saunaclub Magnum in Erkrath um.

Saunaclub in Erkrath: 60 bis 70 Prozent Einbußen wegen Corona

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So wenig Verkehr wie derzeit ist man in diesem Hause nicht gewöhnt. Und das ausgerechnet jetzt. Es ist Mittag, die Hauptbar ist leer. Die Zimmer und der balinesisch anmutende Wintergarten auch.

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Robert Gnacinski, Pressesprecher des Saunaclubs Magnum, am Dienstagmittag an der Hauptbar. Normalerweise finden sich hier schon ab 11 Uhr vormittags Gäste ein.

„Bis vor anderthalb Monaten haben wir uns auf diesen März richtig gefreut. Wir gingen davon aus, dass es der beste Monat wird. Jetzt hat er sich in den schlechtesten überhaupt verwandelt. Der Umsatzverlust liegt schon bei 60 bis 70 Prozent“, sagt Robert Gnacinski, Pressesprecher des Saunaclubs Magnum.

Corona in und um Düsseldorf: Auch die Damen im Saunaclub haben Angst

Die ProWein fällt in diesem Jahr wegen Corona aus. Messen wie die Beauty, Top Hair, wire und tube wurden auf Herbst und Winter verschoben. Diese Kunden bleiben alle aus.

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Flaute im Bett: Ein Verrichtungszimmer im Saunaclub Magnum in Erkrath, gleich vor den Toren Düsseldorfs.

„Das ist hier ein Kontaktgeschäft. Sogar viele unserer Stammgäste bleiben aus Angst vor Corona weg. Zudem haben auch unsere selbstständigen Damen Angst. Sie haben ja näheren Kontakt zu unseren Gästen. Vor allem die asiatischen Gäste merken das. Sie zahlen unten am Empfang ihren Eintritt und wenn sie nach oben an die Bar kommen, verstecken sich die Damen vor ihnen. Die Frauen sind sehr verunsichert.“

Hier lesen Sie mehr: Düsseldorfer Veranstaltungen abgesagt – Corona: Katastrophe für Messebauer

In der Woche arbeiten 30 bis 50 selbstständige Frauen hier, am Wochenende sind es 50 bis 70 Damen.

Bordelle in ganz Deutschland leiden unter dem Coronavirus

„Wir merken, dass es in der ganzen Branche schlecht läuft, weil die Fluktuation der Damen im Moment so hoch ist. Viele Mädels kommen aus ganz Deutschland zu uns, etwa aus Hamburg oder München, in der Hoffnung, dass es hier besser läuft. Aber es ist überall das gleiche Spiel. Die Kunden bleiben aus.“

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Die Servicemitarbeiter Susi, Bogdan und Dragosch im Restaurant des Saunaclubs Magnum. Auf dem Büffet ist viel frisches Essen, doch die Gäste bleiben aus.

60 Festangestellte wie Reinigungs- und Servicekräfte sowie Köche hat der Saunaclub Magnum, dessen Anlage über 4000 Quadratmeter groß ist. Mit Sauna, Solarium, verschiedenen Bars, mit Restaurant, Wintergarten samt Groß-TV, Massageräumen und über 30 Verrichtungszimmern.

Saunaclub in Erkrath: Jeden Tag wird alles mehrmals desinfiziert

„Das Bewirtschaften ist dementsprechend kostenintensiv. Und es ist sogar noch teurer geworden, da wir einen Mehraufwand haben: Überall haben wir Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Täglich wird alles mehrmals mit Desinfektionsmitteln geputzt, auch die Wäsche wird in der Reinigung desinfiziert. Noch sind Rücklagen da. Aber länger als drei Monate sollte diese Krise nicht andauern“, hofft Gnacinski.

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Robert Gnacinski, Pressesprecher des Saunaclubs Magnum, im Wintergarten des Bordells.

Seit über zehn Jahren gibt es den Saunaclub Magnum. „Aber so eine Flaute haben wir noch nie erlebt. Vieles ist auch der Panikmache zuzuschreiben“, sagt Robert Gnacinski. „Ein Kollege, der schon sehr lange in der Branche ist, sagte, dass es zuletzt so schlimm gewesen sei, als das AIDS-Virus bekannt wurde.“
Um den Gästen den Besuch im Saunaclub in der heutigen Zeit noch attraktiver zu machen, habe man die Eintrittspreise gesenkt: „Der kostet täglich von 11 bis 15 Uhr 30 Euro, Bier und Wein inklusive. Montags zahlt man den ganzen Tag 30 Euro.“

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