Tragischer Fall Mann tot in Dortmund – Polizisten zückten den Taser

Einsatzkräfte der Polizei haben eine Straße in Dortmund abgesperrt. Die Lichter der Autos sind an, weil es noch dunkel ist.

Einsatzkräfte haben eine Straße in Dortmund abgesperrt. Ein Mann ist nach einem Polizeieinsatz in in der Ruhrgebietsstadt gestorben.

Die Polizei geht in Dortmund gegen einen Randalierer vor. Kurz darauf ist der Mann tot. Mittlerweile ist klar, dass ein Taser der Polizei zum Einsatz kam.

Ein Mann ist nach einem Taser-Einsatz der Polizei in Dortmund gestorben. Die Beamten waren wegen eines mutmaßlichen Randalierers im Stadtteil Dorstfeld vor Ort.

Dort soll es am frühen Mittwochmorgen (19. Oktober 2022) zu Widerstandshandlungen gegen Einsatzkräfte gekommen sein, wie die Polizei Recklinghausen mitteilte. Die Einsatzkräfte hätten eine Reanimation des Mannes begonnen und seien dann von einem Notarzt abgelöst worden, wie eine Sprecherin der Polizei sagte. Im Krankenhaus sei der Mann gestorben.

Dortmund: Mann stirbt nach Einsatz der Polizei

Die Polizei Recklinghausen und die Staatsanwaltschaft Dortmund wollten den Einsatz eines Tasers zunächst nicht bestätigen, haben das aber mittlerweile getan. 

Alles zum Thema Polizeimeldungen

„Ich kann bestätigen, dass ein Distanzelektroimpulsgerät zum Einsatz gekommen ist“, sagte eine Sprecherin der Polizei Recklinghausen. Weitere Angaben zur Person, zum Verlauf des Einsatzes und den Hintergründen mochte sie noch nicht machen. „Wir ermitteln mit Hochdruck.“

Aus Neutralitätsgründen haben die Nachbarn aus Recklinghausen die Ermittlungen in dem Dortmunder Fall übernommen. Bei der Staatsanwaltschaft ist Dortmund zuständig. „Das sind wir in enger Abstimmung“, so die Polizeisprecherin.

Ob und wie das Distanzelektroimpulsgeräts (DEIG) mit dem Tod des Mannes in Verbindung steht, war zunächst unklar. Es ist der erste Polizeieinsatz mit einem Taser in NRW, der tödlich geendet ist.

Nehmen Sie hier an unserer EXPRESS.de-Umfrage teil:

Die Elektroschock-Pistole war ein größeres Diskussionsthema während der Koalitionsverhandlungen in Nordrhein-Westfalen. CDU und Grüne einigten sich letztlich darauf, die Geräte zunächst bis 2024 weiter zu testen und mit einer Bodycam zu koppeln.

Zweiter tödlicher Einsatz der Polizei in Dortmund innerhalb weniger Wochen

Für die Polizei Dortmund ist es der zweite tödlich verlaufene Einsatz binnen weniger Wochen. Am 8. August war ein 16 Jahre alter Flüchtling aus dem Senegal in Dortmund von einem Polizisten erschossen worden. In diesem Fall laufen umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen fünf Beamte.

Nach dem bisher bekannten Ermittlungsstand soll ein Beamter sechs Mal mit einer Maschinenpistole auf den Jugendlichen geschossen haben. Der 16-Jährige starb, getroffen von vier Projektilen, im Krankenhaus. Die kritische Frage ist, ob und wie der Jugendliche mit einem Messer auf die Beamten zugegangen ist. (dpa)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.