„Groß im Ankündigen“ Heftige Kritik an Corona-Politik von NRW-Regierungschef Wüst

Als zu langsam in der Pandemie hat die nordrhein-westfälische Landeschefin des DGB, Anja Weber, am Mittwoch Ministerpräsident Wüst kritisiert.

Die NRW-Landeschefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hat von der Landesregierung mehr Tempo in der Pandemie-Bekämpfung gefordert. Der „Rheinischen Post“ vom Mittwoch (1. Dezember) sagte Anja Weber: „Ministerpräsident Hendrik Wüst ist groß im Ankündigen und lässt dann viel Zeit verstreichen, ehe er an die Umsetzung geht.“

So habe er einen Lockdown für Ungeimpfte angekündigt und dennoch durften in Köln noch 50.000 Menschen ins Fußballstadion und danach in die Brauhäuser strömen.

Corona in NRW: Appell gegen harten Lockdown für Gastro und Handel

Hendrik Wüst hatte nach den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag eine Beschränkung der Zuschauerzahlen in Fußballstadien angekündigt.

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„Entscheidend ist: So Bilder wie vom Wochenende in Köln darf es und wird es nicht wieder geben“, hatte Ministerpräsident Hendrik Wüst am Dienstagabend nach der Ministerpräsidentenkonferenz gesagt.

Corona-Maßnahmen in NRW: Ministerpräsident will noch abwarten

Auf eine konkrete Zahl an möglichen Zuschauern legte sich Wüst aber bisher nicht fest. Man werde die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde am Donnerstag abwarten.

Der DGB lehnte einen harten Lockdown für Handel, Kultur und Gastronomie vorerst ab. „Wir sind in NRW ja zum Glück noch in einer anderen Situation als andere Bundesländer. Das Land muss aber alles dafür tun, dass das auch so bleibt“, zitierte die RP Weber.

Neben mehr Anstrengungen beim Impfen solle mehr kontrolliert werden, Kontroll-Apps müssten flächendeckend eingesetzt werden. (dpa)

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