Bonn/Niederkassel/Köln Top-Projekt: Neue Stadtbahn auf der schäl Sick

Bonn_ Linie 16

Die Stadtbahn soll in Köln auf der Trasse der Linie 16 fahren.

Bonn/Köln – Ein spannendes Verkehrsprojekt nimmt Fahrt auf, das am Anfang der Planungen noch belächelt wurde: Zwischen Beuel und Köln soll rechtsrheinisch eine neue Stadtbahntrasse gebaut werden! Leuchtende Augen im gemeinsamen Planungsausschuss der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises: Denn das Projekt hat so einen guten Kosten-Nutzen-Faktor, dass es finanziell gefördert werden kann.

Von Beuel nach Niederkassel

Los geht es in Beuel zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Adelheidisstraße. Rolf Beu, Bonner Verkehrsexperte der Grünen, erklärte EXPRESS Details: „Die Stadtbahn läuft parallel zur Niederkasseler Straße über die Siegbrücke bis zum Ortseingang Mondorf.“ Über eine bestehende Industriebahntrasse geht es weiter nach Niederkassel, dann nach Lülsdorf.

Bonn_Trassen-Stadtbahn

Fünf Varianten für eine Rheinquerung der neuen Stadtbahn wurden geprüft.

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Fünf Brücken-Varianten

Witzig: Auf einem Teil der Strecke verkehrte zwischen 1914 und 1965 der sogenannte „Rhabarberschlitten“, die Kleinbahn Siegburg-Zündorf.


Für die Rheinquerung auf die Trasse der Linie 16 wurden in einer Machbarkeitsstudie fünf Varianten gecheckt (siehe Karte). Ergebnis: Die beiden nördlich zwischen Lülsdorf und Langel liegenden Varianten (1,2) bekommen die besten Noten.

Top-Note für Projekt

Auch überprüft, aber nicht für optimal befunden: Brücken unmittelbar nördlich von Lülsdorf (3), zwischen Lülsdorf und dem Unternehmen Evonik (4) sowie zwischen Evonik und Niederkassel (5). Apropos Noten: Für die neue Stadtbahn ist ein Nutzen-Kosten-Indikator von 1,5 ermittelt worden. Das ist top! Und vor allem kann dadurch das Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen finanziell gefördert werden.

Täglich 10.000 Nutzer

Und so kommt der Wert von 1,5 unter anderem zustande: Während die Linie 16 auf maximal 9.800 Fahrgäste pro Tag kommt, die Linie 18 auf 8.200, wird bei einer neuen rechtsrheinischen Bahn mit 10.000 Kunden täglich gerechnet! Tendenz steigend, da das Einzugsgebiet auf der schäl Sick immer mehr Menschen anlockt.

Gleise der Linie 16 nutzen

Doch wie geht es nach der Rheinquerung mit neuer Brücke weiter? „Südlich von Sürth würde die Bahn die linksrheinische Rheinuferbahn erreichen. Dort könnte sie sich auf der Strecke der Linie 16 direkt einfädeln“, erklärt Rolf Beu. In Spitzenstunden soll die Stadtbahn daher im 10-Minuten-Takt verkehren. Eine Zeitschiene, wann das Projekt realisiert sein könnte, gibt es aber noch nicht. 

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