Imker sind in Sorge: Die aggressive Asiatische Hornisse hat sich in Nordrhein-Westfalen massiv ausgebreitet. Sie tötet Honigbienen im Flug.
Sie tötet Bienen im FlugKiller-Hornisse breitet sich aus – auch für Menschen gefährlich
Sie ist wieder da! Und sie lässt Imker in Nordrhein-Westfalen schlecht schlafen: die Asiatische Hornisse (Vespa velutina).
Die gefährliche Hornisse hat sich in Nordrhein-Westfalen massiv ausgebreitet. Und die Asiatische Hornisse ist ein echter Killer. Sie lauern Honigbienen an ihrem Stock auf und töten sie im Flug.
Asiatische Hornisse auch eine Gefahr für den Menschen
Nicht nur für unsere Bienen, auch für den Menschen kann die Hornisse eine tödliche Gefahr sein. Eine Studie, auf die sich Insektenexperte Thomas Beissel bereits in einem Gespräch mit EXPRESS.de berief, heißt es: „Zehn Stiche können tödlich sein“.
2025 wurden mehr als 7.300 Exemplare gemeldet - auch in Köln wurden Nester der Hornisse entdeckt. Im Jahr zuvor waren es knapp 1.400, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (Lanuk) auf dpa-Anfrage mitteilte. 2023 seien es knapp 400 und 2022 erst neun Sichtungen gewesen.
In diesem Jahr seien bisher bereits mehr als 120 Beobachtungen bestätigt worden. „So früh im Jahr wurden erst seit 2024 überhaupt Asiatische Hornissen in NRW beobachtet“, sagte eine Sprecherin. Besonders häufig finde sich die invasive Art im Rheinland und im Ruhrgebiet, doch auch in die östlichen Landesteile dringe sie immer weiter vor.
Asiatische Hornisse: Nester niemals selbst entfernen
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) kam vor etwa 20 Jahren nach Europa. 2020 wurde sie erstmals in NRW nachgewiesen. Im vergangenen Jahr stufte das Bundesumweltministerium sie in Deutschland als „weit verbreitet“ ein. Seitdem sind die Behörden nicht mehr zur Beseitigung aller Nester verpflichtet, dies geschieht nur noch im Einzelfall.
„Um eine weitere Ausbreitung dennoch einzudämmen, wird die Beseitigung von Nestern durch geschultes Fachpersonal weiterhin empfohlen“, teilte die Stadt Bottrop mit. Dies liege jedoch in der Verantwortung der Grundstückseigentümer.
Um die lokale Ausbreitung der Hornisse im Blick behalten zu können, sollten Bürger Nester der Asiatischen Hornisse weiterhin der Stadt melden, hieß es.
Da die Tiere auch gegen Menschen äußerst aggressiv vorgehen, sollten Nester niemals selbst entfernt werden. Funde (Einzeltiere oder Nester) sollten umgehend mit Foto oder Video an das lokale Landesamt für Natur, Umwelt und Klima oder über NABU gemeldet werden.
Primärnester häufig in Sträuchern und Geräteschuppen
Die Asiatische Hornisse ist mit etwa zwei Zentimetern Körperlänge etwas kleiner als die heimische Hornisse. Auffällig sind ihre schwarze Brust, die schwarz-gelben Beine sowie der überwiegend dunkle Hinterleib mit gelben Banden.
Ihre kugeligen sogenannten Primärnester finden sich im Frühling häufig unter Dachüberständen, in Geräteschuppen oder bodennah in Sträuchern und Hecken. (dpa)

