Gefährliche Begrüßungspakete Üble Betrugsmasche an DHL-Packstationen: So können Sie sich schützen!

Eine Packstation der Post. In kempen ging jetzt eine Betrügerbande hoch.

Eine Packstation der Post. In kempen ging jetzt eine Betrügerbande hoch.

Kempen – Betrüger nutzen DHL-Packstationen für eine perfide Masche. Davor warnt jetzt die Polizei in Viersen. Betroffen sind Nicht-Kunden von DHL.

In Kempen am Niederrhein konnte die Polizei nun einer solchen Betrügerbande das Handwerk legen: Die Verdächtigen hätten DHL-Packstationen genutzt, um sich Waren unter falschem Namen zustellen zu lassen. Eine Gruppe von vier jungen Männern aus Willich und Krefeld wurde durch die Observation einer Packstation dingfest gemacht. Der 23-jährige Hauptverdächtige sei in Untersuchungshaft.

Diese Methode des Warenkreditbetrugs mittels Packstationen sei derzeit bundesweit stark im Kommen, so die Polizei Viersen.

Wie läuft das?

Alles zum Thema Polizeimeldungen

Die Betrüger beantragen bei der DHL einen Zugang zu einer Packstation. Dazu stehlen sie im Netz Kreditkartendaten einer Person. Diese geben sie in dem Antrag an. Parallel dazu suchen sie sich eine andere Person aus dem Telefonbuch aus, deren Adresse sie angeben. Als Kontakt geben die Kriminellen eine eigene Emailadresse an.

Das Begrüßungspaket der DHL wird an die x-beliebige Person aus dem Telefonbuch versendet. In dem Paket befindet sich eine Scheckkarte, mit der die Packstation geöffnet werden kann.

„Betroffene halten das Paket meist für unerwünschte Werbung und werfen es weg“, sagt Harald Moyses, Pressesprecher der Polizei Viersen.

Der dazugehörige Code landet im Mailpostfach der Betrüger. Sie laden die Daten auf einen Scheckkarten-Dummy und können sich teure Waren an die Packstation bestellen. Unbehelligt können sie die Pakete abholen und den Inhalt weiterverkaufen.

Die Beträge werden über die geklauten Kreditkartendaten aus dem Netz abgerechnet. Diese Person zahlt die Zeche - oder aber ihr Kreditkartenunternehmen.

Was können Betroffene tun?

Beim unverlangten Eintreffen eines solchen „Begrüßungspakets“ sollte der Empfänger damit zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Die Post weise auf die Vorbereitung einer Straftat hin. Die Masche ist übrigens aus ganz Deutschland bekannt.

Und wie schützt man sich vor dem Klau von Kreditkartendaten im Netz? Hier gibt's Infos:

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