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Sensation vor AustralienForscher finden Korallenriffe, die extremer Hitze trotzen

Korallen nahe der Houtman-Abrolhos-Inseln

Copyright: Andrew Baird/James Cook University/dpa

Manche Korallen rund um die Inseln zeigen sich extrem hitzeresistent.

Sensationelle Entdeckung: Diese Korallen trotzen Hitze.

Eine sensationelle Entdeckung gibt Hoffnung im Kampf gegen das Korallensterben. Inmitten einer der heftigsten Hitzewellen im Meer, die Westaustralien je erlebt hat, fanden Forscher etwas Unglaubliches. Bestimmte Korallenriffe vor der Küste erweisen sich als erstaunlich robust gegenüber den Auswirkungen der Klimaerwärmung. Sie könnten ein Vorbild für Riffe auf dem ganzen Planeten sein.

Ein Team von Experten der James Cook University, der University of Western Australia sowie der Edith Cowan University nahm die Riffe der Houtman-Abrolhos-Inseln genau unter die Lupe. Diese liegen im Indischen Ozean, rund 60 Kilometer entfernt von der Küstenstadt Geraldton. Anders als viele Riffe in Westaustralien und sogar das berühmte Great Barrier Reef, die wegen der extrem hohen Wassertemperaturen schwer beschädigt wurden oder verschwanden, entdeckten die Experten dort so gut wie keine Zerstörung.

Entdeckung macht Hoffnung

Was ist das Geheimnis? Das Gebiet wird als eine Art Mischzone zwischen tropischem und gemäßigtem Meerwasser angesehen. Laut Studienleiterin Kate Quigley könnte genau das ein Faktor für die enorme Belastbarkeit der Korallen sein. Sie erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass weitere Forschungen notwendig seien. «Das macht aber Hoffnung. Es gibt noch gesunde Korallenriffe, und wir müssen die Treibhausgasemissionen dringend reduzieren, um ihr Überleben zu sichern.»

Korallen nahe der Houtman-Abrolhos-Inseln

Copyright: Andrew Baird/James Cook University/dpa

Die Forscher prüfen nun, ob die Entdeckung Hoffnung auch für andere Regionen gibt.

Im Rahmen der Studie, die im Fachmagazin «Current Biology» publiziert wurde, wurden drei unterschiedliche Korallentypen von den Forschern auch im Labor getestet. Die Korallen hielten selbst bei extremer Wärme wesentlich länger durch als angenommen. Ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Bleichen war fast viermal stärker im Vergleich zu ähnlichen Spezies aus anderen Riffgebieten.

Helfen spezielle Algen?

Ins Auge stach vor allem die enorme Effizienz von bestimmten Algen. Diese leben in einer Lebensgemeinschaft mit den Korallen und liefern ihnen die nötige Energie. Laut den Forschern könnten diese Mikroorganismen der Schlüssel dafür sein, warum die Korallen selbst bei Hitzestress ihre Stabilität bewahren.

Die Experten bezeichnen diese Orte als potenzielle «Refugien» für Korallen während der Klimaveränderung. Auf der ganzen Welt existieren vermutlich unter zehn dieser außergewöhnlich robusten Zonen. Die Wissenschaftler unterstrichen, dass neben einer raschen Senkung der Treibhausgase daher auch der Erhalt dieser Zonen höchste Wichtigkeit haben muss. (dpa/red)

Anzeichen für neuen El Niño

Gleichzeitig mehren sich laut der Weltwetterorganisation die Hinweise auf einen kommenden, kräftigen El Niño. Dieses Klimaphänomen erscheint im Rhythmus von etwa zwei bis sieben Jahren und hält ungefähr ein Jahr an. In diesen Perioden wird regional vermehrt Wärme vom Pazifik an die Atmosphäre abgegeben – was eine bedrohliche Erhitzung des Wassers für zahlreiche Korallen zur Folge hat.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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