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Vier von fünf Bäumen krankExperte mit düsterer Prognose für den Zustand deutscher Wälder

Tagung des Deutschen Forstvereins

Copyright: Bernd Wüstneck/dpa

Auch die Rostocker Heide ist ein Exkursionsziel bei der Forstvereinstagung.

Alarm für unsere Wälder: Vier von fünf Bäumen sind krank.

Alarmstufe Rot für unsere Wälder! Der Deutsche Forstverein warnt: Durch Klimawandel und Dürreperioden steht eine massive Veränderung bevor. Das Gesicht der deutschen Wälder könnte sich für immer wandeln. Vereinschef und Forstexperte Ulrich Schraml sagt: „Es gibt eine Verschiebung von den Nadelbäumen hin zu Laubbäumen“. Er zeichnet ein düsteres Bild für die Zukunft: „Zukünftig werden wir wahrscheinlich Wälder haben, die nicht mehr so hoch und nicht mehr so alt werden, wie wir das gewohnt waren. Das Waldbild wird sich verändern.“

Doch was ist der Auslöser für dieses Wald-Drama? Die Antwort ist so einfach wie brutal: Wassermangel. Die anhaltende Trockenheit setzt den Ökosystemen in Mitteleuropa extrem zu. Insbesondere die großen, majestätischen Bäume leiden, denn ihr Durst ist riesig, wie Schraml erklärt. „Und dieser Stress führt natürlich in vielen Fällen dazu, dass die Bäume dann nicht mehr so abwehrbereit sind gegenüber anderen Krankheitserregern oder gegenüber Insekten.“

Die bittere Wahrheit: Fast alle Bäume sind krank

Offizielle Zahlen der Bundesregierung untermauern die dramatische Lage. Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) präsentierte die neueste Waldzustandserhebung für 2025 – und die Ergebnisse sind ein Schock. Bei den verbreitetsten Baumarten sind erschreckende vier von fünf Exemplaren geschädigt. Die extremen Dürresommer von 2018 bis 2020 haben tiefe Wunden hinterlassen, die bis heute nicht verheilt sind.

Dieses Problem ist längst kein fernes Phänomen mehr. Schauen Sie nur mal raus in den Königsforst oder die Ville bei Köln – die Krise ist auch in unserer Region angekommen. Zur Einordnung: Ein Drittel von Deutschland ist bewaldet (11,5 Millionen Hektar). Die Hauptdarsteller in diesem Drama sind Fichte (20,9 Prozent) und Kiefer (21,8 Prozent), aber auch Buche (16,6 Prozent) und Eiche (11,5 Prozent), die das Bild der Wälder hier vor Ort bestimmen.

Der verblüffende Fakt: Deutschland als Holz-Exporteur

Inmitten dieser düsteren Situation gibt es eine Tatsache, die aufhorchen lässt. Während Deutschland bei vielen Rohstoffen auf Importe angewiesen ist, verkauft es weiterhin Holz ins Ausland. Forstvereins-Präsident Schraml bestätigt: „Sehr viel Schnittholz, was in Deutschland produziert werde und leider zum Teil auch Rohholz gehe momentan noch ins Ausland“. Für den Fachmann ist das ein Indiz, dass die Wachstumsbedingungen für Holz hierzulande im Grunde immer noch sehr gut sind.

Genau diese Herausforderungen stehen im Zentrum, wenn vom 3. bis 7. Juni in Rostock die 72. Tagung des Deutschen Forstvereins stattfindet. Ungefähr 1.000 Fachleute aus Forstwirtschaft und Wissenschaft kommen dort zusammen. Eine passende Anerkennung kam von Bundesagrarminister Rainer, der in einem Grußwort festhielt: „Hier kommen die Kümmerer des Waldes zusammen.“ (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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