Apokalyptische Bilder 30 Millionen Menschen fliehen vor schlimmster Flut-Katastrophe aller Zeiten

Apokalyptische Bilder in Pakistan: Die schlimmsten Regenfälle der Geschichte haben rund 30 Millionen Menschen obdachlos gemacht. Die Klimakatastrophe trifft die Ärmsten mit voller Wucht.

Gerade den Menschen von der Ahr dürfte bei dem Anblick der Bilder aus Pakistan das Blut in den Adern gefrieren. Denn nach monatelanger extremer Hitze mit Temperaturen von bis zu 50 Grad und hat nun der Monsun in nie dagewesener Heftigkeit eingesetzt.

Über 1200 Tote haben die Regenfälle schon gefordert, die Regierung hat den Notstand ausgerufen. Fast 10 Millionen Menschen haben ihr Heim verloren, 33 Millionen sind auf der Flucht, das sind immerhin 15 Prozent der Bevölkerung, es sollen zwei Millionen Notunterkünfte eingerichtet werden. Man sieht, wie mehrstöckige Häuser in den Fluten versinken, nichts und niemand kann sich diesen Wassermassen entgegenstellen.

Katastrophe verschärft weltweite Nahrungskrise

Weitere Zahlen des Grauens: 1 Millionen Häuser wurden fortgespült, 800 000 Rinder verendeten, 200 Brücken wurden zerstört.

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„Ich habe in meinem Leben noch nie so schwere Überschwemmungen wegen Regenfällen gesehen“, sagte der etwa 80 Jahre alte Bauer Rahim Bakhsh Brohi der Nachrichtenagentur AFP in Sukkur in der südlichen Provinz Sindh, in der mehr als 800.000 Hektar Ackerfläche überschwemmt wurden. Die Katastrophe dürfte die weltweite Nahrungsmittelkrise noch zusätzlich verschärfen.

Der Monsun spielt eine wichtige Rolle für Landwirtschaft, auch für die Wasservorräte, doch der Heftigkeit der Regenfälle sind Natur und Menschen in diesem Jahr nicht gewachsen.

Die Welthungerhilfe berichtet, dass viele Menschen ihre Lebensgrundlage verloren haben. Viele von ihnen versammeln sich an den Autobahnen, da die höhergelegenen Nationalstraßen nicht überschwemmt sind.

Pakistan stark von der Klimakatastrophe betroffen

Laut der deutschen Umwelt- und Entwicklungshilfeorganisation Germanwatch ist Pakistan auf Platz acht der Liste jener Länder, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Nun haben sich die Probleme noch einmal verschärft.

Neben Pakistan trifft es aber auch andere Länder: Der Sudan, der Tschad, Indonesien, Jemen, der Kongo und die Philippinen sind von schweren Überschwemmungen betroffen und leiden unter der von den westlichen Industrieländern in der Hauptsache verursachte Klimakatastrophe.

Die internationalen Hilfsorganisationen sind nun gefordert, die Auswirkungen des Unheils abzumildern. Bereits im Jahr 2010 waren fast 20 Prozent des Landes zerstört. Wer gesehen hat, wie es der Infrastruktur an der Ahr erging, der bekommt eine Ahnung, wie es um die schwache Infrastruktur in diesem armen Staat bestellt ist.

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