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2000 Jahre von Eis bedeckt Dramatische Entdeckung in Schweizer Bergen

Über dem Zanfleuronpass auf rund 2800 Metern Höhe sei noch 2012 eine Eisdicke von 15 Metern gemessen worden.

Über dem Zanfleuronpass auf rund 2800 Metern Höhe sei noch 2012 eine Eisdicke von 15 Metern gemessen worden.

Es ist eine dramatische Entdeckung, die jetzt in der Schweiz gemacht wurde. Ein weiterer Beleg für die Extremschmelze. Denn auch der Blick in die deutschen Gletscher lässt nicht nur Alpinisten erschaudern.

Die Gletscherschmelze setzt sich mit dramatischer Geschwindigkeit fort. Eine dramatische Entdeckung in der Schweiz belegt die tragische Entwicklung.

Dort wurde nun durch die Extremschmelze ein Pass teilweise freigelegt, der seit mindestens 2000 Jahren mit Eis bedeckt war. Über dem Zanfleuronpass auf rund 2800 Metern Höhe sei noch 2012 eine Eisdicke von 15 Metern gemessen worden, berichtete die Betreibergesellschaft des dortigen Gletscherskigebiets, Glacier 3000, am Donnerstag.

Gletscher in der Schweiz extrem schnell geschmolzen

„Der Sommer 2022, der auf einen niederschlagsarmen Winter folgte, war in der Tat katastrophal für die Gletscher“, hieß es. Das Gebiet befindet sich in der Nähe von Les Diablerets zwischen den Kantonen Waadt und Wallis.

Die beiden Gletscher Scex Rouge und Zanfleuron (auch Tsanfleuron) hätten in diesem Jahr dreimal so viel an Dicke verloren wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Sommer, teilte die Betreibergesellschaft mit. Der Pass werde bis Ende September wahrscheinlich vollständig eisfrei sein.

Nach Angaben des Glaziologen Mauro Fischer von der Universität Bern, sei möglich, dass der Gletscher schon mehr als 2000 Jahre unter Eis gelegen habe, wie die Betreibergesellschaft berichtet. Sie geht davon aus, dass anstelle des Scex-Gletschers in den kommenden 10 bis 15 Jahren ein zehn Meter tiefer See entstehen wird.

Gletscher in Deutschland sterben schneller – Hauptschuldiger ist der Saharastaub

Doch der Anblick der verbleibenden Gletscher in Deutschland lässt nicht nur Alpinisten erschaudern: Innerhalb eines einzigen Jahres sind die fünf Glescher in Deutschland stark geschrumpft. Stärker als schon in den Jahren zuvor.

Wenig Schnee im Winter und große Hitze im Sommer sind unterdessen nicht die Hauptschuldigen. Die Extremschmelze der deutschen Gletscher wird durch den Saharastaub beschleunigt.

Die Schmelze auf der Zugspitze etwa sei sechs Wochen weiter fortgeschritten als zu dieser Jahreszeit üblich. Alpenweit zeichne sich ein ähnliches, teils sogar dramatischeres Bild ab.

„2022 wird als ein Rekordjahr eingehen, das ist sicher“, betonte Olaf Eisen vom Alfred-Wegener-Institut, dem Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung. „Die Frage ist nur: Wie viel schlimmer wird es als im bisherigen Rekordjahr 2003?“

Diese fünf Gletscher gibt es überhaupt noch in Deutschland

Fünf Gletscher gibt es noch in Deutschland, sie liegen allesamt in Bayern. Der letzte von ihnen wird den Prognosen zufolge in etwa zehn Jahren verschwunden sein. Aktuelle Bilder zeigen eindrücklich, dass die Eisflächen innerhalb nur eines Jahres deutlich zurückgegangen sind. Dem südlichen Schneeferner auf der Zugspitzmassiv könnte schon dieser Sommer den Rest geben.

„So ein Sommer, der alpenweit außergewöhnlich ist, ist sicher seit den 1960ern nicht mehr vorgekommen“, erläuterte Wilfried Hagg von der Hochschule München. Nach Messungen von Christoph Mayer von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ist die Schmelze in diesem Jahr wohl alpenweit rund 50 Prozent stärker als in einem Durchschnittsjahr.

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