Die Polizei im Kreis Euskirchen hatte in der Silvesternacht alle Hände voll zu tun.
Silvester-BilanzBöller, Brände und betrunkener Crash-Fahrer

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Polizeieinsatz in der Silvesternacht im Kreis Euskirchen. (Symbolfoto)
Eine arbeitsreiche Nacht liegt hinter den Einsatzkräften im Kreis Euskirchen. In der Zeit von Silvesterabend, 18 Uhr, bis zum Neujahrsmorgen um 6 Uhr, verzeichnete die Polizei 42 Einsätze mit Silvesterbezug – zehn mehr als im Vorjahr. Die Palette reichte von Böllerwürfen und Bränden bis hin zu einem betrunkenen Autofahrer, der einen Unfall baute.
Böllerwürfe, Drohung und Sachbeschädigungen
Schon gegen 19.10 Uhr wurde es in Mechernich brenzlig: Ein Unbekannter feuerte einen Schuss aus einer Schreckschusswaffe ab und warf Böller auf die Straße. Als ein 35-jähriger Zeuge ihn zur Rede stellte, wurde dieser bedroht. In Euskirchen kam es mehrfach zu Vandalismus: Um 21.50 Uhr warfen Personen Böller gegen Schaufenster, um 22.18 Uhr wurde eine Werbetafel beschädigt und um 1.40 Uhr zerlegte eine Explosion eine mobile Toilette und riss Decken-Spots aus einer Fassade.
Mit 2,28 Promille: Betrunkener überschlägt sich mit Auto
Einen schweren Unfall unter Alkoholeinfluss gab es gegen 1.50 Uhr in Mechernich. Ein 34-jähriger Fahrer kam von der Straße ab, krachte in ein Blumenbeet und überschlug sich mit seinem Wagen. Wie durch ein Wunder blieben er und seine zwei Mitfahrer (18 und 21) unverletzt. Ein Alkoholtest ergab einen schockierenden Wert von 2,28 Promille. Einen Führerschein besaß der Mann nicht.
Gartenlaube und Wohnhaus in Flammen
Auch die Feuerwehr war im Dauereinsatz. In Bad Münstereifel brannte gegen 22.24 Uhr eine Gartenlaube komplett aus, es entstand Sachschaden im mittleren fünfstelligen Bereich. In Zülpich brannte um 1.19 Uhr ein leerstehendes Wohnhaus. Zeugen und Zeuginnen hatten zuvor Jugendliche im Gebäude gesehen, die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Brandstiftung. Daneben gab es zahlreiche kleinere Brände von Mülltonnen und Altkleidercontainern.
Zwei Männer (36 und 59) aus Euskirchen mussten die Nacht in einer Zelle verbringen, da sie Platzverweisen nicht nachkamen und sich aggressiv verhielten oder weiter unkontrolliert zündelten. Trotz der vielen Vorfälle zog die Polizei eine eher milde Bilanz: Die Nacht sei zwar einsatzintensiv, aber ohne schwerwiegende Vorfälle verlaufen. (red)
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