Nach tödlichem Taron-UnglückPunkt 14.48 Uhr – Phantasialand mit emotionaler Aktion

Die neue Attraktion Adventure Trail im Phantasialand in Brühl. Daneben fährt die Achterbahn Black Mamba.

Im Phantasialand in Brühl, hier ein Symbolfoto des „Adventure Trails”, herrscht nach dem Tod eines Mitarbeiters große Trauer.

Nach dem Tod eines Mitarbeiters im Phantasialand ist der Schock in der Belegschaft riesig. Der Park hat nun reagiert.

von Thomas Werner (tw)

Es sollte ein Tag der Freude sein. Unbeschwert. Ein Tag, auf den lange hingefiebert und vor allem hingearbeitet wurde. Doch der Saisonstart im Phantasialand in Brühl am Donnerstag (28. März 2024) ist ein schwerer Gang – vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die erst vor drei Tagen einen beliebten Kollegen verloren haben. 

Am Montag (25. März) war ein 43-jähriger Angestellter der Technik-Abteilung bei einem tragischen Unglück an der Achterbahn Taron ums Leben gekommen. Bei Wartungsarbeiten wurde er plötzlich von einer einfahrenden Bahn erfasst und tödlich am Kopf verletzt.

Unglück im Phantasialand: Trauer in der Belegschaft des Parks ist riesig

Intern ist der Schock riesig. Wie EXPRESS.de aus Kreisen der Belegschaft erfuhr, war der Verstorbene extrem beliebt, einige sahen ihn sogar als „Vorbild“, sowohl fachlich als auch menschlich. „Er hatte keine negativen Seiten“, heißt es. Als „offen, herzlich, hilfsbereit, zuvorkommend“ wird er beschrieben.

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Er habe „für seinen Job gelebt“, sagte jemand. Und die Arbeit, die er so liebte, wurde ihm schließlich zum Verhängnis.

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Tragische Achterbahn-Unglücke, die schockierten

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Am Mittwoch (27. März) hat sich derweil das Phantasialand mit einer internen Nachricht (liegt EXPRESS.de vor) an die Belegschaft gewandt.

Kolleginnen und Kollegen können Kondolenzbuch nutzen und Geld spenden

„Viele von uns möchten nach dem Tod unseres Kollegen ihre Anteilnahme und Trauer zum Ausdruck bringen und haben bereits gefragt, wie sie das tun können“, heißt es in der Nachricht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Hier lesen: Familie des Opfers aus dem Phantasialand meldet sich zu Wort

Darum werde am Donnerstag (28. März) und Freitag (29. März) im Konferenzraum im Hotel Matamba (Raum „Dambali“) ein Kondolenzbuch ausliegen. „In diesem, unserem gemeinsamen Buch, könnt ihr eure persönlichen Gedanken und Wünsche aufschreiben oder euch einfach mit eurem Namen eintragen.“

Ebenfalls wird es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Möglichkeit geben, Geld für die Familie des Verstorbenen zu spenden. Das Geld soll dann in der neuen Woche an die Ehefrau des Toten übergeben werden.

Zudem hat der Park am Eröffnungstag (28. März) zu einer Schweigeminute aufgerufen. Auf Plakaten in Schaukästen im Park heißt es: „Heute liegt uns ein Moment besonders am Herzen: Ab 14.48 Uhr werden wir drei Schweigeminuten einlegen, um den Verlust eines geliebten Kollegen zu betrauern. In dieser Zeit wird das gesamte Phantasialand stillstehen.“

Phantasialand: Spendenaktion im Netz läuft auf Hochtouren – schon 16.000 Euro

Derweil läuft die Spendenaktion auf „Gofundme“, die die Schwäger des Verstorbenen ins Leben gerufen hatten (EXPRESS.de berichtete), auf Hochtouren.

Schon nach einem Tag sind etwa 16.000 Euro gespendet worden (Stand 28. März, 9 Uhr). Das Ziel der Kampagne sind 20.000 Euro, die dürften bald erreicht sein. Das Geld soll ebenfalls der Familie zugutekommen.